Schweiz vertritt Russland in Georgien

  • Samstag, 13. Dezember 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 13. Dezember 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Samstag, 13. Dezember 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Russland hat die Schweiz mit der Wahrung seiner Interessen in Georgien beauftragt. Das vereinbarte Bundesrätin Micheline Calmy-Rey in Moskau.

Weitere Themen:
- Die Weltklimakonferenz in Polen ist nach zwei Wochen Verhandlungen in der Frage nach mehr Geld für ärmere
Länder gescheitert.

- In Gaza leiden die Menschen Hunger. Nun werden Waren in Tunnels unter der Grenze durchgeschmuggelt.

und:
- Finanzkrise der 1930er-Jahre: Viele Erinnern sich noch an den Arbeitsrappen, der die Konjunktur ankurbeln sollte.

Beiträge

  • Müder Protest-Eisbär am Rande der Konferenz.

    Klimakonferenz stellt Weichen für Verhandlungen

    Die Weltklimakonferenz in Polen ist im Streit zu Ende gegangen. Die Industriestaaten blockten einen Vorstoss der armen Länder ab, schon jetzt Milliardenbeträge für die Hilfe zur Anpassung an den Klimawandel zu sichern.

    Das UN-Klimasekretariat und die Schweizer Delegation zogen dennoch eine weitgehend positive Bilanz. Umweltschützer zeigten sich von der Konferenz enttäuscht und nannten das Treffen Zeitverschwendung.

    Die Konferenz in Posen hat sich trotz eines hitzigen Verhandlungsmarathons nicht auf mehr Geld zur Unterstützung ärmerer Länder in deren Kampf gegen die Erderwärmung einigen können. Die 190 Staaten stellten nach knapp zweiwöchigen Gesprächen in der Nacht zum Samstag allerdings die Weichen für Verhandlungen zu einem Nachfolgevertrag des Kyoto-Protokolls.

    Markus Mugglin

  • Bundesrätin Micheline Calmy-Rey mit Russlands Aussenminister Sergej Lawrow.

    Schweiz vertritt Russland in Georgien

    Nach dem Abbruch der Beziehungen zwischen Moskau und Tiflis wegen des Krieges vertritt nun die Schweiz Russlands Interessen in Georgien.

    Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat in Moskau ein entsprechendes Abkommen in Moskau unterzeichnet.

    «Die Vertretung der russischen Interessen durch die Schweiz ist  ein Zeugnis des Vertrauens, das die russische Regierung der Schweiz  entgegenbringt», sagte Calmy-Rey vor den Medien in Moskau.   Der russische Assenminister Sergej Lawrow zeigte sich dankbar für die guten Dienste der Schweiz. Diese Abmachung werde der Normalisierung der Situation dienen und damit letzten Endes die Kontakte zwischen dem russischen und georgischen Volk fördern, sagte Lawrow.

    Peter Gysling

  • Sogar Tiere werden durch Tunnels geschmuggelt.

    Gaza wird durch Tunnels versorgt

    Seit mehr als einem Monat hat Israel den Gazastreifen fast vollständig von der Aussenwelt abgeriegelt. Die rund 1,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner leiden Hunger. Der Gazastreifen wird nun über Tunnels versorgt.

    Seien es Tiere, Medikamte oder Lebensmittel. Es gibt fast nichts was in Gaza nicht unterirdisch ins Land gelangt. Die Tunnel existieren teilweise sogar offiziell und werden von Aegypten und Israel geduldet.

    Die Journalistin Karin Wenger glaubt sogar, dass diese Tunnels gut in die strategischen Überlegungen Israel passen. Doch die Lage der Menschen hat sich nicht gebessert.

    Casper Selg

  • Teure Freundschaft Serbiens mit Russland

    Russland hatte Serbien im Kampf gegen den unabhängigen Kosovo immer Rückendeckung gegeben aber nun kommt offenbar die Rechnung: Der russische Energieriese Gazprom diktiert Serbien beim Kauf von dessen Erdöl-Konzern NIS sehr unvorteilhafte Bedingungen.

    Die Regierung in Belgrad will das akzeptieren. Der Wirtschaftsminister aber ist aus Protest gegen das Abkommen zurückgetreten.

    Walter Müller

  • Ein Arbeitsrappen für die Konjunktur

    Die Finanzkrise und einen Börsencrash gabs schon in den 1930er Jahren. Weniger bekannt ist, dass damals auch in der Schweiz bereits staatliche Konjunkturprogramme existierten.

    Vor allem die links regierten Städte stützten die Wirtschaft damals mit Beschäftigungsprogrammen. Und Basel tat es so nachhaltig, dass ihr Konjunkturprogramm manchen bis heute in Erinnerung ist.

    Der Basler Arbeitsrappen war ein Erfolg.

    Beat Giger

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Martin Durrer