Simbabwes Opposition nimmt nicht an Stichwahl teil

  • Sonntag, 22. Juni 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 22. Juni 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 22. Juni 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Opposition in Simbabwe hat sich für einen Boykott der Stichwahl um das Präsidentenamt entschieden. Eine freie und faire Abstimmung sei nicht möglich, da der Staatsapparat bereits den Sieg von Amtsinhaber Robert Mugabe vorbereite, sagte Oppositionsführer Morgan Tsvangirai.

Bei einem Fährunglück auf den Phillippinen kommen wahrscheinlich über 700 Menschen ums Leben.

Vertreter aus 40 Ländern und der führenden Ölkonzerne diskutieren an einem Krisengipfel in Saudi-Arabien über den hohen Ölpreis.

Im Nordlibanon haben sich Anhänger und Gegner der Regierung am Sonntag heftige Gefechte geliefert.

und:
Der Schriftsteller Gerhard Meier ist kurz nach seinem 92. Geburtstag gestorben.

Beiträge

  • Oppositionsführer Morgan Tsvangirai.

    Tsvangirai tritt nicht gegen Mugabe an

    Der simbabwische Oppositionsführer Morgan Tsvangirai tritt nicht in einer Stichwahl gegen Präsident Robert Mugabe an. Fünf Tage vor der geplanten Abstimmung sagte er,  eine glaubwürdige Wahl sei aufgrund von Gewalt und Einschüchterung nicht möglich.

    «Wir können die Menschen nicht bitten, am 27. Juni ihre Stimme abzugeben, wenn sie dafür mit dem Leben bezahlen», sagte
    Tsvangirai.

    Die Mörderbanden von Diktator Mugabe haben seit dem ersten Wahlgang Ende März mindestens 80 Menschen getötet und Tausende gefoltert, verschleppt und vertrieben.

    Ist Mugabe damit wiedergewählt? Die Frage geht an den Journalisten Peter Baumgartner in Nairobi.

    Hans Ineichen

  • Ein Angehöriger wartet auf Nachrichten.

    Mehrere hundert Vermisste nach Fährunglück

    Bei einem schweren Fährunglück während eines Taifuns sind auf den Philippinen möglicherweise mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen.

    Bis zum Sonntag war nur bekannt, dass von 747 Menschen an
    Bord vier überlebten und sechs ums Leben kamen. Von den übrigen
    fehlte noch jede Spur.

    An Land hat der Wirbelsturm nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens 155 Menschen das Leben gekostet.

    Bernd Musch-Borowska

  • Gipfel gegen den hohen Ölpreis

    Vertreter aus 40 Ländern und der führenden Ölkonzerne haben am Sonntag an einem Krisengipfel in Saudi-Arabien über den hohen Ölpreis und mögliche Massnahmen dagegen diskutiert.

    Im Vorfeld wurde von den grossen Verbraucher-Ländern die Hoffnung geäussert, dass der Gipfel eine höhere Produktion beschliesst.

    Doch kann ein solcher Beschluss überhaupt gefällt werden, denn die Konferenz wurde ja nicht von der OPEC, also den ölproduzierenden Ländern veranstaltet? Die Frage geht an Fredy Gsteiger.

    Hans Ineichen

  • Gerhard Meier

    Abschied von Gerhard Meier

    Er arbeitete 33 Jahre in der Lampenfabrik und ist nie aus Niederbipp herausgekommen. Dennoch ist Gerhard Meier einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren geworden. Am Sonntag starb der Weltbürger aus der Provinz.

    Abschied vom «bekanntesten Unbekannten der deutschsprachigen Literatur», wie eine deutsche Jury Gerhard Meier einst nannte.

    Heini Vogler

  • Kämpfe im Nordlibanon wieder aufgeflammt

    Nach Wochen relativer Ruhe sind am Sonntag im Nordlibanon vorübergehend wieder Kämpfe zwischen Anhängern der Regierung und der Opposition ausgebrochen.

    Derweil haben sich die Politiker noch immer nicht auf eine Einheitsregierung einigen können.

    Iren Meier

  • Demonstration gegen Verbot der türkischen Regierungpartei

    Unter dem Slogan «Stopp den Staatsstreichen» haben in Istanbul am Samstag mehrere tausend Menschen gegen ein mögliches Verbot der Regierungspartei AKP demonstriert.

    Die Demonstration, zu der ein breites Spektrum von Organisationen aufgerufen hatte, richtete sich gegen den geplanten Prozess gegen die AKP. Ab Anfang Juli soll das Verfassungsgericht darüber beraten, ob die Regierungspartei gegen die laizistische Verfassung der Türkei verstösst und deshalb verboten werden soll.

    Eine Reportage über den Unmut in der türkischen Bevölkerung und über die Pläne, die demokratisch gewählte Regierung zu verbieten.

    Werner van Gent

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Monika Oettli