Simbabwes Wahlkommission verkündet Ergebnisse

  • Freitag, 2. Mai 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 2. Mai 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 2. Mai 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Knapp fünf Wochen nach der Präsidentenwahl hat Simbabwes Wahlkommission das offizielle Ergebnis vorgelegt. Demnach ist eine Stichwahl zwischen Präsident Robert Mugabe und seinem Herausforderer Morgan Tsvangirai nötig.

Weitere Themen:

Der Vatikan und iranische Theologen verabschieden eine gemeinsame Erklärung zum Thema Glaube und Gewalt.

Wie politisch soll Literatur sein? Der Autor Lukas Bärfuss und der Literaturwissenschafter Peter von Matt diskutieren darüber an den 30. Solothurner Literaturtagen.

Beiträge

  • Oppositionsführer Morgan Tsvangirai.

    Stichwahl in Simbabwe nötig

    Simbabwe soll in einer Stichwahl über den neuen Staatschef entscheiden. Mehr als einen Monat nach der Präsidentenwahl in Simbabwe haben die Behörden den Sieg von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai offiziell bestätigt.

    Tsvangirai habe die Wahl mit knapp 48 Prozent der Stimmen gewonnen und damit die notwendige absolute Mehrheit verfehlt, teilte die Wahlkommission mit. Der langjährige Amtsinhaber Robert Murgabe habe etwas mehr als 43 Prozent erhalten.

    Die Opposition hatte sich bereits früher als Wahlsiegerin erklärt und betont, sich nicht an einer Stichwahl zu beteiligen. Die Frage an den Journalisten Peter Baumgartner: Kann die Opposition diese Position halten?

    Hans Ineichen

  • Gemeinsame Erklärung von Vatikan und iranischen Theologen

    Der Vatikan und führende Theologen aus Iran haben sich in Rom auf eine gemeinsame Erklärung über Glaube und Vernunft im Christentum und im Islam geeinigt.

    Der wichtigste der insgesamt sieben vom Heiligen Stuhl veröffentlichten Grundsätzen besagt, dass Glaube und Vernunft «von sich aus gewaltlos» sind und niemals für Gewalttätigkeit benutzt werden sollten.

    Judith Wipfler

  • Jörg Steiner: «Man kann nicht anders schreiben als politisch»

    Der Schweizer Autor Jörg Steiner wurde vielfach ausgezeichnet. Einer breiten Öffentlichkeit ist er jedoch allenfalls mit seinen Kinderbüchern bekannt.

    Doch auch wenn es nicht ins Auge sticht: Der 77-jährige Autor setzt sich in seinen Texten immer auch kritisch mit der Gesellschaft auseinander. Steiner ist überzeugt: «Man kann nicht anders schreiben als politisch».

    Nadja Fischer

  • Annette Pehnt: «Literatur soll Verlässlichkeiten erschüttern»

    Der Umgang mit alten Menschen und Mobbing sind die Themen der letzten beiden Bücher von Annette Pehnt. Die 40-jährige Autorin aus Freiburg im Breisgau schreibt keine Ratgeberliteratur, aber Literatur zu wichtigen gesellschaftlichen Themen.

    Mit Ratgeberliteratur bekomme man Verlässlichkeiten, meint Pehnt. Literatur allerdings habe die Aufgabe, Verlässlichkeiten zu erschüttern. An den Solothurner Literaturtagen liest sie gleich zweimal.

    Hans Ulrich Probst

  • Wie politisch darf Literatur sein?

    In Solothurn hat die Jubiläums-Ausgabe der Literaturtage begonnen. Wie politisch soll oder darf Literatur sein? Diese Frage stellt sich auch am 30. Geburtstag der Veranstaltung.

    Wenn ein literarischer Text politisch Stellung nehmen will, soll er das tun, ist der Literaturwissenschafter Peter von Matt überzeugt. Es sei aber kein Muss, schliesslich seien die Schriftsteller selbst eine unterschiedliche Gesellschaft, so unterschiedlich wie ein Zoo.

    Dem stimmt der Autor Lukas Bärfuss zu: Es gebe keine Anspruchshaltung an die Literatur, nicht einmal eine Verantwortung, meint er.

    Casper Selg

Moderation: Hans Ineichen und Casper Selg, Redaktion: Monika Oettli