Suche nach Endlager für radioaktive Abfälle

  • Montag, 23. August 2010, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 23. August 2010, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 23. August 2010, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Das Bundesamt verspricht breiten Dialog bei der Suche nach Endlagern für radioaktive Abfälle.

Weitere Themen:

 

Pakistan droht wegen der schweren Überschwemmungen eine Hungerkatastrophe, warnt die UNO.

Der deutsche Verteidiungsminister Guttenberg will die Wehrpflicht aussetzen.

Was verloren geht wenn in der Schweiz die Geschworenen verschwinden.

Beiträge

  • Endlagersuche für radioaktive Abfälle

    In den Neunziger Jahren hatten die Geologen das nidwaldische Wellenberg als mögliches Lager für radioaktiven Abfall ins Spiel gebracht. Doch der Name wurde zum Symbol für die politische Blockade. Seither haben sich Bund und Kantone zusammengerauft.

    Transparenz und Dialog heissen die neuen Schlagworte bei der Endlagersuche. Bis in rund zehn Jahren sollen zwei Standortentscheide reif sein für die Volksabstimmung. Bis dahin aber wird konsultiert, verspricht das Bundesamt für Energie.

    Karoline Arn

  • Endlager als Demokratietest

    Die Schweizer Suche wird auch im Deutschland genau verfolgt, und zwar von einer Expertengruppe im Auftrag des deutschen Bundesministeriums.

    Zum einen, weil mögliche Schweizer Standorte für ein Tiefenlager in unmittelbarer Grenznähe liegen, zum andern aber auch, weil das schweizerische Verfahren als vorbildlich gilt. «Das Schweizer Vorgehen ist beispielhaft» sagt Politikwissenschaftler Peter Hocke vom Insitut für Technikfolgenabschätzung in Karlsruhe und Mitglied der Expertengruppe.

    Philipp Scholkmann

  • Widerstand gegen die Pläne zur Abschaffung der Wehrpflicht

    Die deutsche Bundeswehr soll besser und effizienter werden und erst noch weniger kosten. Soweit der Plan der Regierung Merkel. Doch kaum liegen die ersten Reformvorschläge auf dem Tisch, regt sich breiter Widerstand.

    Umstritten ist vor allem die Idee, die bisherige Wehrpflicht in einen freiwilligen Dienst umzuwandeln. Verschiedene Politiker aus den Unionsparteien CDU und CSU befürchten, damit verliere die Armee an Bürgernähe. Nun hat Verteidigungsminister zu Guttenberg für seine Vorschläge geworben.

    Fritz Dinkelmann

  • Schweden: Juristisches Hin- und Her um WikiLeaks

    Die Geschichte spielt in Schweden, und sie erinnert verdächtig an einen Stoff des Krimiautors Stieg Larsson. Seit der australische Gründer des Internet-Portals Wikileaks, Julian Assange, geheime US-Dokumente aus dem Afghanistan-Krieg veröffentlicht hat, ist er im Visier ausländischen Agenten.

    Nun wird gegen ihn auch noch ermittelt wegen angeblicher Vergewaltigung. Und zwar ausgerechnet in Schweden, seinem Fluchtort, wo er sich sicher fühlte.

    Bruno Kaufmann

  • Solarstrom: Wie stellt sich die Branche der Krise?

    Jahrelang galt die Solarindustrie als Geldgrube. Es wurde auch in der Schweiz viel investiert, und es wurde viel verdient. Doch dieser Boom gründete vor allem auf Subventionen. Nun fliessen die staatlichen Gelder für Solartechnologie immer spärlicher.

    Trotzdem lässt sich mit Solarzellen und Solaranlagen weiterhin Geld verdienen.

    Philippe Erath

  • Hochkultur inmitten der Armut: das Symphonieorchester im Kongo

    Ihre Geigen flicken sie mit Fahrrad-Bremszügen und Partituren schreiben sie von Hand ab. Die rund 200 Mitglieder des Symphonieorchesters im Kongo geben alles, um ihre Musik spielen zu können.

    Tagsüber verdienen sie als Boten, Verkäufer oder Friseure gerade genug zum Leben, abends üben sie Werke von Beethoven, Mozart und Haydn. Die meisten haben ihre Instrumente noch nicht lange und nicht jeder Ton sitzt. Doch spätestens wenn der Chor einsetzt, überläuft es jeden Zuhörer heiß-kalt.

    Antje Diekhans, ARD

  • Die Geschworenengerichte: Ein Stück Justizkultur wird abgeschafft

    Man kennt sie aus den amerikanischen Filmen. Die Geschworenen, die vor Gericht über Schuld und Unschuld der Angeklagten entscheiden. Doch Geschworenengerichte gibt es auch hierzulande. Sie richten immer dann, wenn jemand mit einem schweren Delikt belastet wird, diesen Vorwurf aber bestreitet.

    In den Kantonen Genf, Neuenburg, Tessin und Zürich ist das so. Diese Strafgerichte, die zu zwei Dritteln aus Laien bestehen, den Geschworenen eben, soll es aber nur noch bis Ende Jahr geben. In der neuen Strafprozessordnung sind sie nicht mehr vorgesehen.

    Klaus Ammann

Moderation: Philipp Scholkmann, Redaktion: Walter Müller