Tauwetter zwischen Russland und EU

  • Freitag, 14. November 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 14. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 14. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Nach dem Streit über den Georgien-Krieg haben Brüssel und Moskau am Gipfeltreffen in Nizza den Dialog wieder aufgenommen.

Weitere Themen:

Die G20-Staaten suchen in Washington einen Weg aus der Finanzkrise.

US-Demokraten fordern Notkredite von 25 Milliarden Dollar für die Autoindustrie.

Dem grössten Produzenten von Spam-Mails wurde der Zugang zum Netz gesperrt.

Beiträge

  • Sarkozy (li) und Medwedew wollen Beziehungen verbessern.

    EU und Russland reden wieder miteinander

    Nach dem Streit über den Georgien-Krieg haben Brüssel und Moskau am Gipfeltreffen in Nizza den Dialog wieder aufgenommen. Sie konnten aber nicht alle Differenzen beilegen.

    So forderte EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy im Kaukasus-Konflikt weitere «Fortschritte» beim Abzug Russlands aus Georgien. Der russische Präsident Dmitri Medwedew aber bestand darauf, dass Moskau die Forderungen des Friedensplans vollständig erfüllt hätte.

    Im Streit um Raketenschutzschilde einigten sich Sarkozy und Medwedew auf eine Sicherheitskonferenz. Bis dahin wolle man nicht über die Stationierung von Raketen sprechen, die nichts zur Sicherheit beitrügen, so Sarkozy.

    Thomas Oberer

  • 20 Staaten suchen Weg aus Krise

    In Washington wollen die G-20-Staaten den globalen Kapitalismus neu regeln. Damit sollen die aktuelle Finanzkrise überwunden und künftige Krisen verhindert werden.

    Der Weltfinanzgipfel hat sich eine neue Finanzarchitektur und andere Regeln für den globalen Kapitalismus zum Ziel gesetzt. So sollen beispielsweise nicht nur traditionelle Banken, sondern auch Hedgefonds und Rating-Agenturen strenger überwacht, Steueroasen trocken gelegt und exzessive Entschädigungen verhindert werden.

    Doch der heikelste Punkt wird in Washington wohl ausblendet, der grosse Unterschied zwischen Überschuss- und Defizitländern. So lange es dort kein Gleichgewicht gibt, kann die Krise nicht überwunden werden.

    Markus Mugglin

  • US-Demokraten wollen Autoindustrie stützen

    Die demokratischen Abgeordneten des US-Kongresses wollen die Autoindustrie mit Notkrediten von 25 Milliarden Dollar vor dem Zusammenbruch retten. Die Republikaner lehnen das ab.

    Trotz der Bemühungen der angeschlagenen Autogiganten General Motors, Ford und Chrysler, die Republikaner für einen Zweistufenplan zu gewinnen, haben die Demokraten kaum noch Hoffnung, ein entsprechendes Gesetz in der nächsten Woche im Kongress durchzusetzen.

    Ob die Autokonzerne aber überleben können, bis der demokratische Präsident Obama ihnen vielleicht aus der Patsche hilft ist ungewiss. Auf dem Spiel stehen Millionen von Jobs.

    Peter Voegeli aus Washington

  • Hartman mit dem Corpus Delicti, ihrem Buch «Friede und Bestrafung».

    Del Pontes Sprecherin vor Gericht

    Die Ex-Sprecherin der früheren Uno-Chefanklägerin Carla Del Ponte steht vor Gericht. Florence Hartmann wird verdächtigt, geheime Informationen über den Milosevic-Prozess veröffentlicht zu haben.

    Hartmann hatte in einem Buch behauptet, die russische Regierung habe den mit internationalem Haftbefehl gesuchten früheren bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic geschützt.

    Zudem behauptete sie, dass sich einige gesuchte bosnische Kriegsverbrecher mit Wissen der Regierungen der USA, Grossbritanniens und Frankreichs frei in Bosnien bewegt hätten.

    Hartmann war sechs Jahre lang del Pontes Sprecherin am Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Jetzt muss die Französin in eigener Sache vor den Richtern erscheinen.

    Elsbeth Gugger aus Holland

  • Spam-Verbreiter kalt gestellt

    In Kalifornien haben zwei Internetprovider dem Webhoster McColo die Leitungen gekappt. Er gilt als der weltweit grösste Produzent von Spam-Mails.

    Laut der «Washington Post» wurden seit Dienstagabend 66 Prozent weniger unerwünschte Werbe-Mails versendet.

    McColo war als Webhoster bislang für 75 Prozent des weltweiten Spams verantwortlich. Der Firmenserver steuerte via Internet Millionen von virenverseuchten Computern. Das ermöglichte ihm, Werbe-Mails für gefälschte Medikamente und Markenartikel zu verbreiten.

    Frage an IT-Redaktor Guido Berger: Tut die Firma McColo Illegales?

    Hans Ineichen

  • Neuer Preis für Schweizer Literaten

    An der Messe Buch-08 in Basel wird am Sonntag erstmals der Schweizer Buchpreis verliehen. Nominiert sind vier Autoren und eine Autorin.

    Der Preis wird von den Verlegern, Buchhändlern und der Basler Buchmesse vergeben. Eine Fachjury soll jedes Jahr ein erzählerisches Werk aus dem deutschen Sprachraum oder ein Lebenswerk auszeichnen.

    Für den ersten Schweizer Buchpreis sind Anja Jardine, Peter Stamm, Adolph Muschg, Lukas Bärfuss oder Rolf Lappert nominiert. Die Preissumme beträgt 50 000 Franken. Aber der Preis soll nicht nur dem Ausgezeichneten helfen.

    Heinrich Vogler

  • Bukarest verkommt zur Baustelle

    Die rumänische Hauptstadt Bukarest boomt und breitet sich planlos aus. Für die chaotische Stadtentwicklung sorgen steinreiche Investoren.

    Bukarest galt einst als das kleine Paris Rumäniens. Heute ist von dieser Romantik nichts mehr zu sehen. In der Stadt wächst zusammen, was eigentlich nicht zusammen gehört.

    Osteuropa-Korrespondent Marc Lehmann

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Roman Fillinger