Tessiner SBB-Angestellte und Politiker machen Druck

  • Montag, 10. März 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 10. März 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 10. März 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die SBB-Angestellten im Tessin wollen so lange streiken bis der geplante Stellenabbau im SBB-Industriewerk Bellinzona rückgängig gemacht wird. In der Fragestunde des Nationalrats hagelte es Kritik für Verkehrsminister Moritz Leuenberger wegen des SBB Cargo-Debakels.

Weitere Themen:

SPD-Chef Kurt Beck ist fest entschlossen, seine Partei aus der Krise zu führen.

Spaniens Ministerpräsident Zapatero gewinnt die Wahlen, allerdings nur knapp.

Italiens Ministerpräsident Romano Prodi will sich ganz aus der Politik zurückziehen. 

Beiträge

  • SBB-Streikende mobilisieren die Politik

    Die SBB-Angestellten im Tessin wollen ihren Streik erst abbrechen, wenn der angekündigte Stellenabbau bei SBB Cargo gestrichen werde. Sie werden von Politik und Kirche unterstützt.

    Im Tessiner Grossen Rat sprach der Streikführer der SBB Cargo-Angestellten vor dem Plenum. Eine grosse Ehre: Noch nie war dies einer Privatperson erlaubt worden. Der gesamte Tessiner Grosse Rat stellte sich geschlossen hinter die Streikenden.

    Alexander Grass

  • Verkehrsminister Leuenberger verteidigt sich

    Heftige Reaktionen lösten der Stellenabbau und die Umstrukturierungen bei SBB Cargo auch in Bern aus.

    In der Fragestunde des Nationalrats hagelte es Kritik für Verkehrsminister Moritz Leuenberger. Kritik von Rechts, aber auch aus den eigenen sozialdemokratischen Reihen.

    Leuenberger erklärte sich bereit für Gespräche mit Tessiner Vertretern, allerdings ohne Vorbedingungen. Für die schlechte Lage bei SBB-Cargo machte er die ehemalige Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat verantwortlich.

    Pascal Krauthammer

  • Diskussionen über die Zuständigkeit der Bahnpolizei

    Der Nationalrat hat mit der Beratung der «Bahnreform 2» begonnen. Da geht es unter anderem auch um die Bahnpolizei.

    Den Sicherheitskräften der Securitrans AG weht seit einigen Monaten ein rauher Wind entgegen.

    Insbesondere der Verband Schweizerischer Polizeibeamten kritisiert, dass die Bahnholizei gemäss Gesetzesentwurf an private Sicherheitsfirmen ausgelagert werden kann.

    Die Bahnpolizistinnen und Bahnpolizisten an der Front haben andere Probleme. Sonja Schmidmeister hat eine Patrouille begleitet.

  • SPD-Chef Kurt Beck lenkt wieder

    Zwei Wochen lang hatte SPD-Chef Kurt Beck die von ihm ausgelöste Krise vom Krankenbett aus verfolgt. Nun ging er in Berlin in die Offensive, fest entschlossen, die Partei aus der Krise zu führen. 

    Mit Rückendeckung durch das Parteipräsidium gab der 59-Jährige seiner SPD noch einmal die Linie vor: Auch in den westlichen Bundesländern könne ein begrenztes Zusammenspiel mit der neuen Konkurrenz von links erlaubt sein, selbst wenn diese Frage in Hessen vorerst vertagt ist. 

    Beck wies alle Vorwürfe zurück, er habe durch seine Avancen gegenüber der Linkspartei Wortbruch begangen.

    Ursula Hürzeler

  • Spaniens Vakuum in der politischen Mitte

    Die Polarisierung zwischen den alten Bürgerkriegs-Lagern prägte die Wahlen in Spanien, was sich auch im Resultat wiederspiegelt: Die Sozialisten gewinnen 169 und die oppositionelle Volkspartei 153 Sitze.

    Dies entspricht einem Stimmenanteil von kanpp 44 für die Sozialisten und 40 Prozent für die Volkspartei. Die Sozialisten von Ministerpräsident Zapatero sind zum Regieren auf die Unterstützung der kleinen Parteien angewiesen.

    Das Resultat lässt die Frage aufkommen, ob Spanien nicht eine politische Mitte bräuchte, die zwischen den beiden Polen zu vermitteln vermag.

    Alexander Gschwind

  • Romano Prodi hat genug von der Politik

    Nach 30 Jahren in der italienischen Politik und zwei Regierungen unter seiner Führung zieht sich Romano Prodi überraschend aus der Politik zurück.

    «Mit der italienischen Politik und vielleicht auch mit der Politik im allgemeinen habe ich abgeschlossen», erklärte der Noch-Ministerpräsident Prodi kurz und knapp vor Journalisten.

    Dennoch sieht der Wirtschaftsprofessor aus Bologna seine Zukunft nicht ausschließlich als Privatmensch und fürsorglicher Grossvater. «Es gibt so viele Menschen, die auf Hilfe und auf Frieden warten und somit gibt es immer etwas Neues aufzubauen.», erklärte der 68-Jährige.

    Rolf Pellegrini

  • Australiens Frauen mischen in der Politik mit

    Kultivierte Zurückhaltung ist nicht eben das, was uns in Australien vorgelebt wird: Es sind schon eher rüpelhafte Sitten, die sich in der australischen Männerwelt durchgesetzt haben.

    Doch nach dem politischen Wandel, nach der Wahl von Kevin Rudd als Premierminister, mischen sich plötzlich auch Frauenstimmen ein. In der Wirtschaft ohnehin, nun aber auch in der Politik.

    Urs Wälterlin

  • Das US-Armeespital in Deutschland

    Täglich sterben amerikanische Soldaten in Afghanistan oder in Irak. Andere werden verletzt, verstümmelt und fürs Leben gezeichnet. Die Soldaten werden nach einer ersten Notbehandlung vor Ort binnen Stunden nach Deutschland ausgeflogen.

    In Landstuhl in der Pfalz, betreibt die US-Armee ihr grösstes Militärspital ausserhalb der Vereinigten Staaten. Dort finden die entscheidenden medizinischen Eingriffe statt, bevor die Soldaten für die Langzeitbehandlung in ihre Heimat gebracht werden.

    Die Reportage von Fredy Gsteiger aus dem US-Militärhospital in Landstuhl.

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Roman Fillinger