Thailands Premier überraschend zum Rücktritt verurteilt

  • Dienstag, 9. September 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 9. September 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 9. September 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Thailands umstrittener Regierungschef Samak soll zurücktreten. Dazu zwingen ihn allerdings nicht die seit Wochen protestierenden Demonstranten, sondern ein Urteil des Verfassungsgerichts. Die Richter warfen Samak vor, als Gastgeber einer Koch-Show im Fernsehen gegen das Gesetz verstossen zu haben.

Weitere Themen:

Ein neues Buch des «Watergate»-Enthüllers Bob Woodward über George W. Bush zeichnet ein überraschendes Bild über den scheidenden Präsidenten.

Der frühere Uno-Generalsekretär Kofi Annan hat in Rüschlikon den Gottlieb-Duttweiler-Preis entgegengenommen. Im Interview äussert er sich unter anderem dazu, ob auf internationaler Ebene statt der Kooperation heute schneller die Konfrontation gewählt werde.

Eine neue Soap im arabischen Fernsehen versammelt während des Ramadans die Familien vor den Fernsehern - und macht Millionen von arabischen ZuschauerInnen fast süchtig.

Beiträge

  • Thailands Verfassungsgericht zwingt Ministerpräsident Samak Sundaravej zum Rücktritt.

    Thailands Premier stürzt über Koch-Show

    Thailands Premierminister Samak Sundaravej ist über seinen Nebenjob als Fernsehkoch gestolpert. Nach Auffassung des obersten Gerichts des Landes hat der 73-Jährige damit gegen die Verfassung verstossen.

    Samak, der seit Wochen im Visier wütender Demonstranten ist und einen Rücktritt bisher ablehnte, verlor damit auf spektakuläre Weise sein Amt.

    Wiederwahl wahrscheinlich

    Die Genugtuung der Demonstranten dürfte allerdings nur von kurzer Dauer sein. Die Partei PPP hat bereits angekündigt, dass sie Samak erneut als Regierungschef vorschlagen will. Sie hat mit ihren Koalitionspartnern eine Mehrheit im Parlament. Die Wahl könnte bereits am Freitag stattfinden. Bis dahin bleibt Samak ohnehin geschäftsführend im Amt.

  • Der Enthüllungsjournalist Bob Woodward

    Überraschende Einsichten des «Watergate»-Enthüllers

    Ein neues Buch des amerikanischen Starjournalisten Bob Woodward schlägt Wellen: Woodward zeichnet darin ein überraschendes Bild der Regierung Bush und vor allem des Präsidenten.

    Das Buch ist in mehrerer Hinsicht überraschend: dort, wo es Neues zeigt und dort, wo es bekannt Geglaubtes in ein neues Licht rückt.

    Woodward hatte in den siebziger Jahren zusammen mit seinem Kollegen Carl Bernstein die «Watergate»-Affäre aufgedeckt. Die Veröffentlichungen führten später zum Rücktritt des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon.

    Peter Voegeli

  • Gottlieb-Duttweiler-Preis 2008 für Kofi Annan.

    Annan: «Können uns keinen zweiten Kalten Krieg leisten»

    Der frühere Uno-Generalsekretär Kofi Annan hat sich im Interview mit dem «Echo der Zeit» besorgt über die wachsenden Spannungen zwischen den USA, Europa und Russland geäussert.

    Er hoffe, es werde alles unternommen, um die Lage zu entspannen, sagte er. «Einen zweiten Kalten Krieg können wir uns nicht leisten.»  

    Annan war zuvor für seine Bemühungen um den Frieden in der Welt mit dem Gottlieb-Duttweiler-Preis geehrt geworden. Das Interview gewährte er dem «Echo» am Rande der Verleihung. Er wollte darin ausdrücklich nicht auf Fragen antworten, die seinen Nachfolger Ban Ki Moon betreffen.

    Markus Mugglin

  • Syrische Seifenoper fesselt Millionen

    «Bab al Hara» - übersetzt etwa soviel wie «Das Tor zur Nachbarschaft» - ist eine der populärsten Fernsehserien in der arabischen Welt. Die Serie wird dort von Millionen Menschen gesehen.

    Während des Ramadans, dem traditionellen Fastenmonat, geniessen viele Familien das allabendliche Beisammensein vor dem Fernseher.

    «Bab al Hara» - eine Sammlung von Alltagsgeschichten und Familiendramen in einem Viertel der syrischen Hauptstadt Damaskus - bietet kleine Fluchten aus dem täglichen Leben.

    Iren Meier

  • Parteien wollen kriminelle Ausländer ausweisen.

    Parteien einig über Umgang mit kriminellen Ausländern

    Nach den anderen grossen Parteien haben nun auch die Freisinnigen ein Papier zum Umgang mit straffälligen Ausländern vorgelegt. Auch nach den Vorstellungen der FPD sollen Schwerstkriminelle ausgewiesen werden.

    Dafür fordert die Partei einen Katalog mit Straftaten, die zu einer Ausweisung führen. Die Liste soll in das Ausländergesetz aufgenommen werden. Der FDP-Vorschlag ist ein indirekter Gegenvorschlag zur bereits eingereichten Ausschaffungsinitiative der SVP.

    Auch CVP und SP haben sich des Themas bereits angenommen - über die Ausschaffung krimineller Ausländer herrscht seltene Einigkeit von links bis rechts.

    Alexander Sautter

  • Asylsuchende aus Afrika: Fast alle kantonalen Aufnahme-Zentren sind belegt.

    Angespannte Lage in den Asylunterkünften

    Als Reaktion auf die wachsende Zahl von Asylsuchenden will der Bund drei weitere Aufnahmezentren öffnen. Auf diese Weise sollen die Kantone entlastet werden, deren Unterkünfte praktisch alle voll belegt sind.

    Grund dafür sind Sparrunden der vergangenen Jahre. Den Kantonen fehlen nach eigenen Angaben Reserven, um die wachsende Zahl von Asylsuchenden unterzubringen und zu betreuen. Die Lage in den kantonalen Zentren ist schwierig - etwa in Zollikofen in der Nähe von Bern.

    Oliver Washington

  • Wallfahrtsort Lourdes.

    Millionen Pilger zum Papst-Besuch in Lourdes erwartet

    In Lourdes in den Pyrenäen wird an diesem Wochenende Papst Benedikt XVI. erwartet. Dem kleinen Wallfahrtsort, der ohnehin jedes Jahr Millionen von Gläubige empfängt, dürfte das weitere Besucher bescheren.

    Lourdes, ein 15 000-Einwohner-Städtchen an der Grenze zu Spanien, gehört neben Fátima in Portugal und Santiago de Compostela in Spanien zu den bekanntesten katholischen Pilgerstätten Europas.

    Unter den etwa sechs Millionen Besuchern im Jahr sind jeweils auch etwa 80 000 Kranke, die auf eine Wunderheilung hoffen. Die Popularität von Lourdes geht auf Berichte über Marienerscheinungen vor 150 Jahren zurück.

    Philipp Scholkmann

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Urs Bruderer