Türkei fühlt sich durch USA brüskiert

  • Donnerstag, 11. Oktober 2007, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 11. Oktober 2007, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 11. Oktober 2007, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Ein US-Parlamentsausschuss hat eine Resolution verabschiedet, welche die Massaker an den Armeniern als Völkermord bezeichnet. Nun befürchtet George W. Bush, die Türkei als wichtigen geostrategischen Partner zu verärgern.

Weitere Themen:

Der Uno-Sicherheitsrat verurteilt die burmesische Militär-Junta nicht.

Der Nobelpreis für Literatur geht an die britische Autorin Doris Lessing.

Frankfurt an der Oder setzt Massstäbe in der Solar-Technik.

Beiträge

  • US-Kongress verärgert türkische Regierung

    Der demokratisch-dominierte US-Kongressausschuss hat eine Resolution verabschiedet, welche die Massaker an den Armeniern als Völkermord anprangert. Dieser Entscheid hat den Zorn Ankaras erregt, was wiederum das Weisse Haus mobilisiert.

    Denn nur wenige Staaten haben einen derart grossen Einfluss auf die USA wie die Türkei. Das Land ist für die Vereinigten Staaten geostrategisch von grosser Bedeutung. Die Bush-Administration befürchtet nun Folgen für die Nahost-Politik.

    Peter Voegeli

  • Uno einigt sich auf schwache Burma-Erklärung

    Der Uno-Sicherheitsrat will auf Druck von China und Russland darauf verzichten, die gewaltsame Niederschlagung der Proteste in Burma zu verurteilen. Das Vorgehen der Militär-Junta wird nur «nachhaltig bedauert».

    Derweil bemüht sich die Opposition darum, den brutalen Umgang der Junta mit den Demonstranten aufzudecken. Eine Gefangenen-Hilfsorganisation meldete, dass ein Oppositioneller zu Tode gefoltert worden sei. Was weiss man über diesen Fall?

    Hans Ineichen im Gespräch mit Manfred Rist, Korrespondent der NZZ

  • Nobelpreis für Literatur geht an Doris Lessing

    Doris Lessing, Autorin des Bestsellers «Das goldene Notizbuch», erhält den Nobelpreis für Literatur. Die Schwedische Akademie zeichnet sie für ihren «weiblichen und sozialkritischen Blick auf das 20. Jahrhundert» aus.

    Seit mehr als 30 Jahren ist die grosse alte Dame der britischen Literatur für den Literatur-Nobelpreis im Gespräch. Erst jetzt, wenige Tage vor ihrem 88sten Geburtstag, hat Lessing die höchste Auszeichnung der Literaturwelt bekommen.

    Felix Schneider

  • Die russische Opposition ist zerstritten

    Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow will als Kandidat des Oppositionsbündnisses bei der russischen Präsidentenwahl im März 2008 antreten. Nun ist dem Bündnis die Teilnahme an den Parlamentswahlen am 2. Dezember untersagt worden.

    Die Zentrale Wahlkommission habe sich geweigert, die Kandidatenliste zu registrieren.

    Das Hauproblem von Russlands Opposition ist dennoch nicht das autoritäre Regime Wladimir Putins. Denn die russische Opposition ist zerstritten und hat kein Programm.

    Brigitte Zingg

  • Rumänischer Minister wegen Korruption zurückgetreten

    Der rumänische Landwirtschafts-Minister Decebal Traian Remes ist nach Korruptions-Vorwürfen zurückgetreten. Er soll Bestechungsgelder in der Höhe von rund 15 000 Euro angenommen haben.

    Politisch stand Remes zudem unter Druck der EU. Diese hatte Rumänien mit der Kürzung von Agrarsubventionen von gut 100 Millionen Euro gedroht. Brüssel bemängelt, dass Rumänien für die Auszahlungen kein funktionstüchtiges Verwaltungs- und Kontrollsystem habe.

    Walter Müller

  • Absage des Fussballers Dejagah wird zum Politikum

    Der deutsch-iranische Doppelbürger Ashkan Dejagah hat es abgelehnt, mit der deutschen U21-Nationalmannschaft in Tel Aviv gegen Israel zu spielen. Er hat das Fussall-Länderspiel «aus persönlichen Gründen» abgesagt und damit heftige Proteste ausgelöst.

    Der Zentralrat der Juden hat den Ausschluss Dejagahs aus der Nationalmannschaft gefordert, der Deutsche Fussballbund ist konsterniert und iranische Medien feiern den deutschen Nationalspieler als iranischen Nationalhelden.

    Fritz Dinkelmann

  • Frankfurt Oder ist führende Solarstadt Deutschlands

    Frankfurt an der Oder will sich als Solarstandort etablieren. Der Anfang ist schon gemacht: Zwei Solar-Fabriken produzieren bereits, eine dritte wird derzeit aufgebaut. Und die Stadt will weitere Unternehmen anlocken.

    Die Stadt an der polnischen Grenze setzt Massstäbe in der Solar-Technik. Durch die Konzentration auf neue Energien wurden bereits einige hundert Stellen geschaffen.

    Ursula Hürzeler

Autor/in: Hans Ineichen