Türkei: Kopftuch doch nicht erlaubt

  • Donnerstag, 5. Juni 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 5. Juni 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 5. Juni 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Das oberste türkische Gericht hat entschieden, dass der Parlamentsbeschluss, wonach das Kopftuch an Universitäten getragen werden darf, aufgehoben.

Weitere Themen:

Die historische Bedeutung von Barack Obamas Präsidentschaftskandidatur.

Die steigenden Benzinpreise führen in mehreren asiatischen Ländern zu heftigen Protesten.

Der Nationalrat will nichts von der Zulassung von Parallelimporten von patentgeschützten Produkten wissen.

Beiträge

  • Das Kopftuch ist in der Türkei weit verbreitet.

    Höchstes Gericht verbietet Kopftuch in der Türkei

    Das türkische Verfassungsgericht hat das umstrittene Kopftuch-Gesetz für ungültig erklärt, das Frauen das Tragen von Kopftüchern an Universitäten erlaubt. 

    Das Gesetz verletze das Prinzip der Trennung von Staat und Religion, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Mit dem Entscheid des Verfassungsgerichts spitzt sich der Konflikt zwischen der religiös-konservativen Regierungspartei AKP und den säkular orientierten Kräften weiter zu.

    Die Frage an Werner Van Gent: Weshalb hat das Gericht so entschieden?

  • EURO-Spaziergänger: Besuch in Kriens

    Euro-Spaziergänger Hanns Fuchs ist diesmal in Kriens/LU unterwegs, um das Wesen des Fussballs zu ergründen.

  • Kandidat Obama: historisch einmalig

    Barack Obama ist der erste Schwarze, der zum US-Präsidentschaftskandidaten gekürt wurde, ein historischer Vorgang. Ein Gespräch mit Juan Williams.

    Williams ist einer der besten Kenner der Rassenfrage in den USA. Der Journalist hat dieses Thema in zahlreichen Büchern und TV-Dokumentationen  beleuchtet. Legendär ist seine Serie «Eyes on the Prize» über die Bürgerrechtsbewegung in den USA seit 1954. Williams arbeitete 21 Jahre lang für die Washington Post und heute für den Radiosender NPR.

    Peter Voegeli

  • Wenig Konkretes an Hunger-Konferenz

    In Rom haben 50 Staats-und Regierungschefs sowie Minister aus 80 Ländern während mehrerer Tage über Auswege aus der Nahrungsmittelkrise debattiert.

    Zum Ende der Konferenz der Weltnährungsorganisation FAO wird eine Schlusserklärung verabschiedet. Sie trägt aber nicht viel zur Klärung bei, wie Agrarpolitik in Zukunft aussehen soll.

    Markus Mugglin

  • Proteste in Asien wegen teuren Benzins

    Die massiv steigenden Benzinpreise führen in vielen asiatischen Staaten zu heftigen Protesten. Bisher waren die Treibstoffe dort mit Subventionen künstlich billig gehalten worden.

    Noch vor einem Jahr behaupteten die Wirtschaftsexperten, ein hoher Ölpreis werde kaum grösseren Schaden anrichten. Damals kostete das Fass 70 Dollar und die Experten dachten vor allem an die industrialisierte Welt. Mittlerweile liegt der Preis pro Fass bei mehr als 120 Dollar.

    Fredy Gsteiger

  • Raila Odinga am Wirtschaftsforum in Kapstadt.

    Kenias Regierungschef spricht Klartext

    Der neue kenianische Regierungschef Raila Odinga hat am Weltwirtschaftsforum Afrika in Kapstadt afrikanische Amtskollegen ungewöhnlich scharf kritisiert.

    Das ist aussergewöhnlich, denn Afrikas Staats- und Regierungschefs pflegen einen sehr schonungsvollen Umgang untereinander. Auch Diktatoren wie Robert Mugabe können mit gepflegter Höflichkeit rechnen. Sie machen keine kritischen Aussagen über ihresgleichen und mögen es gar nicht, wenn andere das tun.

    Ruedi Küng

  • Diskussionen im Nationalrat während der Debatte um das Patentgesetz im Nationalrat.

    Parallelimporte bleiben verboten

    Patentierte Produkte dürfen weiterhin nicht frei in die Schweiz importiert werden, das hat der Nationalrat nach einer langen, hitzigen Debatte entschieden.

    Medikamente, Elektrogeräte und Fahrzeuge bleiben deshalb weiterhin teurer als im Ausland. Der Detailhandel und die Konsumentenschützerinnen wollen das nicht hinnehmen. Sie bereiten eine Volksinitiative vor.

    Priscilla Imboden

  • EU-Reformvertrag steht und fällt mit Irland

    In einer Woche entscheiden die irischen Stimmbürger über das Schicksal des EU-Reformvertrags von Lissabon.

    Es ist dies das einzige Referendum in den 27 Mitgliedstaaten, deshalb tragen diese drei Millionen Stimmberechtigten wohl eine besondere Verantwortung. Denn lehnen die Iren den Vertrag ab, ist auch dieser zweite Anlauf zu einer «EU-Verfassung» gescheitert.

    Martin Alioth

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Urs Bruderer