UBS mit Rekordverlust

  • Dienstag, 10. Februar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 10. Februar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 10. Februar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Trotz des Rekordverlustes von annähernd 20 Milliarden Franken zahlt die UBS Boni in Höhe von 2,2 Milliarden Franken aus. Das löste ein Sturm der Entrüstung aus.

Weitere Themen:

Die Schweizerische Nationalbank übernimmt weniger Risiko-Papiere als bisher angekündigt.

Die Rechnung des Bundes für das letzte Jahr schliesst mit einem Minus von 3,6 Milliarden Franken.

Die USA wollen ihre Banken mit öffentlichen und privaten Geldern stützen.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad erklärt sich zu Gesprächen mit den USA bereit.

Beiträge

  • UBS mit schlechtestem Ergebnis der Geschichte

    Knapp 20 Milliarden Franken Verlust hat die UBS im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Rund 226 Milliarden Franken Vermögen haben die Kunden von der UBS abgezogen. 2,2 Milliarden Franken gehen als Boni an die Banker.

    Die Schweizer Grossbank UBS hat 2008 die grössten Verluste ihrer Geschichte verbucht. Der Gesamtverlust betrug 19,7 Milliarden Franken. 2009 will die wieder in die Gewinnzone kommen.

    Die Kunden haben viel Geld abgezogen: Im ganzen Jahr verlor die grösste Vermögensverwalterin der Welt netto 226 Milliarden Franken an Kundengeldern. Konzernchef Marcel Rohner zeigte sich aber zuversichtlich, dass dieser Trend gestoppt sei.

    Manuel Rentsch

  • Finanzmarktaufsicht wegen UBS-Boni in der Kritik

    Diverse Schweizer Parteien und Organisationen kritisieren, dass die UBS trotz des Rekordverlustes von knapp 20 Milliarden Franken im letzten Jahr 2,2 Milliarden an Boni bezahlt.

    Trotz des grössten Verlustes in der Firmengeschichte will die Schweizer Grossbank UBS ihren Managern Boni in Milliardenhöhe zahlen. Diese Absicht der Bank wurde in der Schweiz teilweise mit Empörung zur Kenntnis genommen. Kritik erntete erneut auch die Finanzmarktaufsicht Finma, welche die Boni erlaubt hatte.

    Die SP und die Grünen kritisierten die Boni scharf. Die beiden Parteien wollen zudem, dass der Präsident der Finma, Eugen Haltiner zurücktritt. Die SVP fordert Lohnbeschränkungen für Führungskräfte der UBS. Diese sollten nicht mehr bekommen, als die Kader der Bundesbetriebe.

    Priscilla Imboden

  • Nationalbank übernimmt weniger Risiko-Papiere

    Die Schweizerische Nationalbank übernimmt weniger Risiko-Papiere als bisher angekündigt. Der für die faulen und illiquiden Wertschriften vorgesehene Fonds hat noch ein Volumen von höchstens 45 Milliarden Franken.

    Im Rettungspaket des Bundes waren zunächst Auslagerungen in Höhe von bis zu 62 Milliarden Franken geplant. Grund seien Änderungen in den Buchhaltungsregeln, teilt die Nationalbank mit.

    Durch die Verkleinerung des Fonds sinkt das von der Nationalbank zu tragende Risiko - für den hypothetischen Fall eines Totalverlusts - auf höchstens rund 41 Milliarden Franken, wie es in einer Mitteilung heisst.

    Barbara Widmer

  • Finanzminister Hans-Rudolf Merz kommuniziert das Rechnungsergebnis 2008 des Bundes.

    UBS reisst Loch in Bundeskasse

    Die Eidgenossenschaft hat letztes Jahr einen Überschuss von 7,3 Milliarden Franken erzielt. Grund dafür sind höhere Steuereinnahmen. Wegen der Bundeshilfe von sechs Milliarden Franken für die UBS schliesst die ausserordentliche Rechnung aber mit einem Defizit von 3,6 Milliarden Franken.

    Verantwortlich für das Defizit sind ausserordentliche Ausgaben, darunter auch die Bundeshilfe für die UBS in der Höhe von sechs Milliarden Franken. Ohne diese Ausgaben hätte die Rechnung im Plus abgeschlossen.

    Die Prognosen von Finanzminister Hans-Rudolf Merz für die nähere Zukunft sind pessimistisch. Auch für das laufende Jahr schliesst Bundesrat Merz deshalb rote Zahlen nicht aus.

    Pascal Krauthammer

  • US-Finanzminister Timothy Geithner.

    USA wollen Geldfluss antreiben

    Der neue Finanzminister Geithner hat den Plan der Regierung Obama vorgestellt, wie die noch verbliebenen 350 Milliarden Dollar des bereits Ende vergangenen Jahres beschlossenen 700-Milliarden-Dollar-Programms zur Rettung der Banken ausgegeben werden sollen.

    Neu will die Regierung Obama nun mit Hilfe von privatem Kapital  toxische Papiere im Wert von bis 1000 Milliarden Dollar aufkaufen. In einem ersten Schritt sollen Papiere im Wert von 500 Milliarden Dollar aufgekauft werden. Dafür soll ein Fonds mit staatlichen und privaten Geldern eingerichtet werden.

    700 Milliarden Dollar hat die Regierung Bush im letzten Herbst zur Rettung des US-Finanzmarktes bereitgestellt. Die Hälfte dieses Betrags ist ausgegeben worden und die Art und Weise wie das geschehen ist, hat viel Kritik geweckt. Zwar wurde ein vollständiger Kollaps von Wall Street verhindert, aber die Kontrolle war mangelhaft und der Kreditmarkt ist weiterhin eingefroren.

    Peter Voegeli

  • Irans Präsident Mahmud Ahmadinejad.

    Irans Präsident zu Dialog mit USA bereit

    Zum 30. Jahrestag der islamischen Revolution in Iran erklärt sich Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu Gesprächen mit den USA bereit. Es brauche aber den Respekt der USA gegenüber Iran und einen grundlegenden Kurswechsel der USA.

    Der iranische Präsident reagierte auf das Gesprächsangebot der neuen US-Regierung. In einer Rede vor mehreren hunderttausend Menschen in Teheran forderte das iranische Staatsoberhaupt ferner, dass der frühere US-Präsident George W. Bush und israelische Spitzenpolitiker vor Gericht gestellt werden, wegen ihrer Verantwortung für die Kriege in Irak, in Afghanistan und im Nahen Osten.

    Fredy Gsteiger

  • Politische Kontroverse nach Tod italienischer Koma-Patientin

    In Italien hat auch der Tag nach dem Tod der Koma-Patientin Eluana Englaro noch keine Ruhe gebracht. Leidenschaftlich wird weiter über ihren Tod debattiert.

    Die 38-Jjährige, die nach einem Unfall seit 17 Jahren im Koma gelebt hatte, ist gestern Abend gestorben. Vier Tage, nachdem ihr in einer Klinik in Udine die Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr abgestellt worden war. Bis zuletzt, und darüber hinaus, hat der Streit, ob diese Art von Sterbehilfe erlaubt sei, hohe Wellen geschlagen.

    Rolf Pellegrini

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Roman Fillinger