Unternehmenssteuerreform III - eine Reform ohne Chance?

  • Montag, 22. September 2014, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 22. September 2014, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 22. September 2014, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf erläutert die Unternehmenssteuerreform III, nachdem der Bundesrat die Vernehmlassung dazu eröffnet hat.

    Unternehmenssteuerreform III - eine Reform ohne Chance?

    Seit Jahren kritisieren EU und OECD die Schweiz wegen der Steuerprivilegien für international tätige Unternehmen. Der Bundesrat reagiert darauf nun mit der Unternehmenssteuerreform III. Unter den Vorschlägen sind sogenannte Lizenzboxen und eine Kapitalgewinnsteuer.

    Reaktionen und eine Einschätzung.

    Dominik Meier, Elisabeth Pestalozzi und Philipp Burkhardt

  • Damit ein Pharma-Unternehmen künftig Einkünfte aus dem Verkauf bestimmter Medikamente tiefer versteuern kann, muss zwar ein Grossteil der entsprechenden Forschungsarbeit in der Schweiz stattgefunden haben - aber nicht alles.

    Die «Lizenzboxen» - ein Kernpunkt der Steuerreform

    Ein zentrales Element der Steuerreform III sind die sogenannten «Lizenzboxen», die der Bundesrat einführen möchte: Steuererleichterungen für Konzerne, die Geld aus geistigem Eigentum einnehmen, etwa aus Patenteinnahmen für Medikamente. Wie funktionieren sie und wem nützt das?

    Eveline Kobler

  • Die UBS will das Urteil in Frankreich anfechten - und auch an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gelangen.

    Milliarden-Kaution für die UBS in Frankreich

    Die UBS muss in Frankreich 1,3 Milliarden Franken Kaution hinterlegen. Die Schweizer Grossbank wird verdächtigt, Kunden beim Hinterziehen von Steuern geholfen zu haben. Die Kaution ist so hoch wie die Busse bei einer Verurteilung sein könnte. Die UBS will das Urteil in Frankreich anfechten.

    Charles Liebherr

  • Die Bundesanwaltschaft will nicht Stellung nehmen zur Meldung in einer Sonntagszeitung, dass drei Iraker möglicherweise in der Schweiz IS-Zellen gründen wolltebn. Sie bestätigt aber, dass sie in 20 Fällen in Sachen radikalem Jihadismus ermittelt. Bild: Bundesanwalt Michael Lauber.

    Islamisten in der Schweiz

    Bereits seit dem Frühling sollen drei Iraker aus dem Mittelland in Untersuchungshaft sitzen; sie stehen im Verdacht, eine Zelle der Terrororganisation «Islamischer Staat» gegründet zu haben. Die Bundesanwaltschaft bestätigt, in 20 Fällen zu islamistischen Extremisten zu ermitteln.

    Gespräch mit Lorenzo Vidino vom Center for Security Studies an der ETH Zürich; er arbeitet an einer Studie über die Radikalisierung von Islamisten in der Schweiz.

    Peter Voegeli

  • Die Gemeindeverantwortlichen hätten die Situation von Problemfamilien und ihr Umfeld jeweils sehr gut gekannt. Demgegenüber sei die jetzt zuständige KESB viel weiter weg, müsse sich zuerst selber informieren und viele Akten erstellen.

    Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde in der Kritik

    Im Zusammenhang mit den Diskussionen über Sinn und Unsinn der Sozialhilfe in der Schweiz sieht sich die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB mit Vorwürfen konfrontiert: Sie sei verantwortlich dafür, dass die Sozialkosten in vielen Gemeinden stark angestiegen seien.

    Klar ist: Es besteht Handlungsbedarf. Die Behördenvertreter wehren sich aber gegen einseitige Schuldzuweisungen.

    Elmar Plozza

  • Den Worten sollen nun endlich Taten folgen: Das ist Thema am allerersten UNO-Weltgipfel der indigenen Völker.

    UNO-Charta für indigene Völker

    Gegen 400 Millionen Menschen gehören zu indigenen Völkern. Viele von ihnen haben ihr Land verloren, weil sie in Gebieten mit wertvollen Rohstoffvorkommen leben. Am UNO-Sitz in New York findet zurzeit zum ersten Mal eine Weltkonferenz mit und über die Indigenen statt.

    Welche Rechte sollen die Urvölker der Erde künftig haben? Bericht aus New York und eine Einordnung.

    Fredy Gsteiger und Thomas Accola

  • Die neue polnische Premierministerin Ewa Kopacz und der scheidende Premier Donald Tusk, der nach Brüssel zieht.

    Die Unbekannte an Polens Spitze: Premierministerin Ewa Kopacz

    Nachdem der polnische Premier Donald Tusk nach Brüssel an die Spitze des Europäischen Rates gewechselt hat, ist in Warschau eine neue Regierung vereidigt worden. An deren Spitze steht die 57-jährige Ärztin Ewa Kopacz.

    Ihre politische Karriere ist bis jetzt so unauffällig verlaufen, dass sich sogar Polinnen und Polen fragen, wer sie ist.

    Urs Bruderer

Moderation: Peter Voegeli, Redaktion: Isabelle Jacobi