Urknall in der Röhre

  • Dienstag, 30. März 2010, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 30. März 2010, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 30. März 2010, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Forscher am Cern bei Genf haben Atomkerne mit einer nie dagewesenen Energie aufeinander prallen lassen.

Weitere Themen:

Die Migros hat im letzten Jahr das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt.

Russland wird zur Politik der harten Hand im Kaukasus zurückkehren, sagt die Moskauer Politologin Lilia Schewzova nach den Anschlägen in der Moskauer Metro.

Nach dem Wahlerfolg für Silvio Berlusconi bei den Regionalwahlen: Erklärungssversuche mit dem politische Kommentator der Tageszeitung «il sole/24 ore».

Beiträge

  • Wissenschaftliches Experiment geglückt

    Annähernd in Lichtgeschwindigkeit prallten die Protonen aufeinander, irgendwo tief unter dem Boden bei Genf, im grössten Teilchenbeschleuniger der Welt. Und das in einer ungeahnten Wucht und dreimal so schnell wie irgendwann in der Menschheitsgeschichte zuvor.

    Das ist der Kern des gewaltigen und millardenteuren Experiments am Cern, dem europäsichen Kernforschungszentrum. Die Physiker wollen damit herausfinden, was die Welt im Kern zusammehält.

    Wissenschaftsredaktor Patrik Tschudin war in Genf dabei.

    Philipp Scholkmann

  • Was könnte der Anschlag in Moskau innenpolitisch auslösen?

    Nach dem Terror in der Moskauer Metro herrscht in Russland Staatstrauer. Vladimir Putin gab unterdessen noch eins drauf in seiner derben Rhetorik. Wir werden die Terroristen aus der Kloake ans Tageslicht zerren.

    Und diesen Drohungen werde tatsächlich eine neue Politik der harten Hand im Nordkaukasus folgen.

    Davon ist die Politologin Lilia Schewzòva überzeugt. Sie ist Professorin am staatlichen Institut für Internationale Beziehungen in Moskau.

    Peter Gysling

  • Überraschend positiver Wahlausgang für Silvio Berlusconi

    Das wirtschftliche Powerhouse Italiens, die Regionen im Norden, aber auch Latium mit der Hauptstadt Rom sowie die beiden Regionen Kampagnien und Kalabrien, werden künftig von Mitte-Rechts regiert. Der Linken bleiben die traditionellen Hochburgen in Mittelitalien sowie Apulien.

    Das ist die Bilanz der Regionalwahlen, die überraschend gut ausgingen Ministerpräsident Silvio Berlusconi und dessen Bündnis. Was heisst das Resultat nun für den Bel Paese?

    Unser Korrespondent hat mit Stefano Folli geredet, dem politischen Kommentator der Tageszeitung «il sole/24 ore».

    Massimo Agostinis

  • Schweizer Detailhandel - Ende der Hochpreisinsel

    Lebensmittel und Haushaltsprodukte sind bei uns sehr teuer, waren es immer schon und sind es weiterhin, folglich ist im Ausland alles billiger. Das glaubten wir zu wissen. Doch die Fakten liegen heute anders: Die Schweiz ist im Vergleich längst nicht mehr so teuer wie sie einmal war.

    Und: der Preis wird immer wichtiger, speziell bei den Grossverteilern. Dies zeigte sich auch heute an der Medienkonferenz der Migros.

    Philippe Erath

  • Brauchen Energiesparlampen Sicherheitsabstand?

    Ein normales Lineal misst 30 Zentimeter. Das sollten Sie beachten, wenn Sie beim Einbruch der Dunkelheit ihre Energiesparlampe anschalten. Denn soweit sollte man auf Distanz gehen zu diesen Lichtquellen. Das jedenfalls hat der Bund empfohlen. Die Lampen sind zwar Meister im Stromsparen.

    Sie erzeugen aber elektrische Felder, die für den Menschen ein Risiko sein könnten. Es bleibt freilich beim «Könnten», denn auch eine neue Studie aus den Labors der ETH Zürich lässt Fragen offen.

    Dominik Meier

  • Heikle Mission für die Deutsche Bundeskanzlerin

    Das war ein sehr schwieriger Besuch: die deutsche Kanzlerin in der Türkei, dem Land, das so gerne in die EU einzöge, in dem Land, dessen Regierungschef gleichzeitig seinen gegen drei Millionen Landsleuten in Deutschland sagt, es sei ein Verbrechen, sich zu assimilieren.

    Bleibt Türken, redet türkisch, Deutschland soll den Türken türkische Schulen bereitstellen.Frau Merkel sieht das anders. Jetzt hat man sich auf eine Sprachregelung geeinigt, wenn auch etwas krampfhaft: Man rede nicht der Angleichung, Assimilation, sondern einer Integration das Wort.

    Fritz Dinkelmann

  • Wie aus der Eigenkapitalquote die Kernkapitalquote wurde

    Die Banken brauchen neue Regeln. Das war kaum umstritten nach der grossen Krise, die die Welt an den finanziellen Abgrund geführt hatte. Dennoch tut sich die Fachwelt und die Politik schwer, neue Regeln festzulegen.

    Die Sache sei eben komplex, müsse gut überlegt sein und brauche folglich Zeit, heisst es oft. Stimmt gar nicht, widerspricht der Schweizer Rechnungslegungsexperte Kaspar Müller. Er legt ein einfaches Modell vor, nach dem Motto «was für die Industrieunternehmen gilt, daran sollen sich auch die Banken halten».

    Rainer Borer

Moderation: Philipp Scholkmann, Redaktion: Judith Huber