Veränderter Finanzplatz Schweiz

  • Freitag, 12. März 2010, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 12. März 2010, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 12. März 2010, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Vor einem Jahr gab der Bundesrat dem internationalen Druck nach und entschied, den Standard der OECD zu anerkennen. Das hat viele Diskussionen ausgelöst und die Branche verändert.

Weitere Themen:

Der Vorsteher der deutschen Bischöfe, Robert Zollitsch, hat den Papst über den Missbrauchsskandal informiert.

Die neue EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton steht nach 100 Tagen im Amt im Gegenwind.

Die dirigierte Demokratie: Kritik vor den russischen Regionalwahlen.

Beiträge

  • Finanzplatz Schweiz hat sich verändert

    Unversteuertes Geld vor allem aus Europa hat die Schweiz verlassen, seit das Bankgeheimnis vor einem Jahr aufgeweicht wurde. Die Banken müssen sich den veränderten Situation anpassen.

    Der Bundesrat gab am 13. März 2009 dem internationalen Druck nach und entschied, den Standard der OECD zu anerkennen. Damit erklärte er sich bereit, künftig auch bei Steuerhinterziehung und nicht mehr nur bei Steuerbetrug Amtshilfe zu leisten.

    Beat Soltermann

  • Welche Lehren haben die Banker gezogen?

    Der Entscheid des Bundesrates, das Bankgeheimnis aufzuweichen, hat in der Branche intensive Diskussionen über das künftige Verhalten gegenüber dem Ausland ausgelöst. Der Bankenchef Patrick Odier favorisiert die Abgeltungssteuer.

    Der Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung will keinen automatischen Informationsaustausch. Ausserdem spricht sich Odier für eine Steueramnestie aus.

    Beat Soltermann

  • Kritik am Bundesrat in Finanzplatzfragen

    Hat der Bundesrat eine Strategie für die Zukunft des Bankenplatzes? «Eine langfristige Vision, wie man global die Stellung des Finanzplatzes Schweiz nachhaltig verbessern kann, nehme ich heute nicht wahr», sagte der ehemalige Staatssekretär Franz von Däniken.

    Der Bundesrat reagiere jeweils auf Druck des Auslandes, so der ehemalige Diplomat. Eine kritische Diskussion über das Bankgeheimnis sei jahrelang ein Tabu gewesen.

    Oliver Washington

  • Reicht die blosse Betroffenheit des Papstes?

    Der Papst hat sich über den Missbrauchsskandal in Deutschland informieren lassen. Benedikt XVI. zeigte grosse Betroffenheit und Erschütterung, nahm aber dazu öffentlich nicht Stellung. «Es ist die übliche Diplomatensprache des Vatikans», sagt Religionsredaktor Hansjörg Schultz.

    Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, reiste zum Papst nach Rom. Statt dem jährlichen Routinerapport erstatte der Erzbischof Bericht über die sexuellen Missbräuche und die Gewalt an katholischen Einrichtungen in Deutschland.

    Simone Fatzer

  • Zunehmende Kritik an EU-Aussenbeauftragter Ashton

    Catherine Ashton, vor 100 Tagen zur Aussenbeauftragten der EU gewählt, sollte der EU ein Gesicht geben, die Stimme Europas in der Welt werden, der Wirtschaftssupermacht EU das entsprechende politische Gewicht verleihen. Die Erwartungen waren hoch. Entsprechend gross ist jetzt die Enttäuschung.

    Urs Bruderer

  • Gelenkte Demokratie bei russischen Regionalwahlen

    Kommenden Sonntag werden in acht Regionen und zwölf Industriestädten Russlands die Parlamente neu bestellt. Aber schon jetzt stehen die Sieger fest: Überall werden Leute der Putin-Partei Einiges Russland die wichtigen Sitze einnehmen.

    Echte Oppositionsparteien sind fast nirgends zugelassen. Bürger berichten von massiven Wahlmanipulationen. Das war auch schon bei den letzten Regionalwahlen im Oktober so, doch mittlerweile ist Protest laut geworden.

    Peter Gysling

Moderation: Marcel Jegge, Redaktion: Simone Fatzer