Verhandlungen um Waffenstillstand im Gazastreifen

  • Mittwoch, 7. Januar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 7. Januar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 7. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Erstmals seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen haben die Waffen für drei Stunden geschwiegen. Die Verhandlungen für einen dauerhaften Waffenstillstand gehen weiter.

Weitere Themen:

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, Arbeitgeberverband, Gewerbe und Bauernverband treten dezidiert für ein Ja zur Abstimmung über die Personenfreizügigkeit ein.

Ghana hat einen neuen Präsidenten, er heisst John Atta Mills.

Die Berliner Philharmoniker übertragen ihre Konzerte live im Internet.

Beiträge

  • Erstmals Waffenruhe im Gazastreifen

    Nach fast zweiwöchigen Kämpfen im Gazastreifen haben erstmals die Waffen geschwiegen. Israel verkündete eine mehrstündige tägliche Feuerpause, um die Versorgung der Zivilbevölkerung zu ermöglichen.

    Die islamistische Hamas schloss sich dem an und erklärte, sie werde in dieser Zeit keine Raketen auf Israel feuern.

    Derweil wird weiter über einen dauerhaften Waffenstillstand verhandelt. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy stellte den Waffenstillstand als praktisch beschlossene Sache dar.

    Kommt der Waffenstillstand jetzt, oder stimmte das nicht? Diese Frage geht an Iren Meier, Nahost-Korrespondentin für Schweizer Radio DRS.

    Casper Selg

  • Die Sicht der Diplomaten auf den Krieg

    Die eigene Position im Krieg zu rechtfertigen gehört derzeit zu den wichtigsten Aufgaben der diplomatischen Vertretungen Israels und der Palästinenser im Ausland - auch in der Schweiz.

    Ihre Äusserungen tragen bei zur Meinungsbildung über den Krieg im Gazastreifen. Auslandredaktor Robert Stähli sprach mit dem israelischen Botschafter Ilan Elgar und dem palästinensischen Generaldelegierten Anis al-Qaq.

    Robert Stähli

  • Nützt der freie Personenverkehr der Wirtschaft?

    Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der Arbeitgeberverband, das Gewerbe und der Bauernverband treten dezidiert für ein Ja zur Abstimmung über den freien Personenverkehr mit der EU ein.

    Ihr Argument: Die Wirtschaft profitiere stark von qualifizierten Arbeitskräften aus der EU.

    Nur ein kleines Komitee von Gegnern aus Wirtschaftskreisen setzt sich gegen diese mächtige Front ein und behauptet, ein Nein an der Urne nütze der Wirtschaft.

    Priscilla Imboden

  • Schweiz könnte ohne Komforteinbussen CO2 sparen

    Die Schweiz könnte ihre CO2-Emissionen in nur 20 Jahren fast halbieren - mit geringen Kosten und ohne Wohlstandseinbussen. Das sagt das Beratungsunternehmen McKinsey.

    McKinsey beziffert das Senkungspotenzial in einer neuen Studie auf 45 Prozent. In vielen Fällen soll es gar rentabel sein, den Ausstoss von Treibhausgas zu reduzieren.

    Der CO2-Ausstoss pro Kopf ist in der Schweiz gemessen an vergleichbaren Ländern eher niedrig. Das hat unter anderem damit zu tun, dass sie beispielsweise mit der Wasserkraft CO2-frei Strom produzieren kann und anderseits viele energieintensive Güter importiert.

    Trotzdem besteht laut McKinsey ein grosses Sparpotenzial.

    Markus Mugglin

  • John Atta Mills gewann die Wahlen in Ghana.

    John Atta Mills wird Präsident Ghanas

    Ghana in Westafrika hat einen neuen Präsidenten: John Atta Mills, der Kandidat der Opposition, übernimmt das Amt seines Vorgängers John Kufour.

    Damit hat Ghana wieder, wie schon vor acht Jahren, einen friedlichen, demokratischen Machtwechsel geschafft. Der Urnengang galt als wichtiger Prüfstein für die Demokratie in der ehemaligen britischen Kolonie.

    Auf einem Kontinent, wo Wahlen wie zuletzt in Simbabwe und Kenia oft eine Gewaltspirale nach sich ziehen, galt Ghana in den vergangenen Jahren als ein rühmliches Gegenbeispiel.

    Yvonne Koch

  • CSU will keine Klagen gegen Kinderlärm mehr

    Die deutsche CSU will künftig ausschliessen, dass Geschrei von Kindern zum Gegenstand von Gerichtsprozessen wird. Kinderlärm dürfe kein Grund für Klagen gegen Kindergärten oder Spielplätze sein.

    Das wollen die führenden Mitglieder der CSU an ihrer traditionellen Klausurtagung beschliessen.

    Ursula Hürzeler

  • Berliner Philharmoniker live im Internet

    Das erste live im Internet übertragene Konzert der Berliner Philharmoniker haben rund 2500 Zuschauer aus der ganzen Welt gesehen. Dies sei «ein sehr guter Anfang» für die «Digitale Konzerthalle», sagte Projektsprecher Tobias Möller.

    Am Dienstag hatte das Orchester unter Chefdirigent Sir Simon Rattle Werke von Brahms und Dvorák gespielt. Rund 30 Konzerte pro Jahr sollen live aus dem Konzertsaal über das Internet nach Hause übertragen werden.

    Die «Eintrittspreise» für die Internet-Übertragung reichen von 9.90 Euro für das Ticket zu einem Einzelkonzert oder einem Mitschnitt bis zum Saisonticket für 149 Euro mit Zugang zu sämtlichen Live-Konzerten und Archivaufnahmen.   «Mir war von Beginn des Projekts vor drei Jahren an klar, dass das die Zukunft ist», sagte Chefdirigent Rattle dazu. Angesichts des Wandels der Musikindustrie eröffne das Internet völlig neue Möglichkeiten, ein weltweites Publikum zu erreichen.

    Annelies Berger

  • Kritik am Schweizer Transplantationsgesetz

    Es gibt sehr viel mehr Menschen, die eine Spender-Niere oder eine Spender-Leber brauchen, als solche, die bereit sind, eine zu spenden. In der Schweiz ist dieses Missverhältnis besonders gross.

    Wenn überhaupt ein Organ zur Verfügung steht, wird es nach einheitlichen Kriterien vergeben. Das Transplantationsgesetz vom Juli 2007 regelt die Zuteilung über eine zentrale Warteliste.

    Wie sich das bewährt hat, will das Bundesamt für Gesundheit in diesem Jahr herausfinden. Da wird es viel Kritik zu hören bekommen - auch von namhaften Ärzten.

    Alexander Grass

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Monika Oettli