Viele Tote nach Luftangriffen auf Gaza

  • Samstag, 27. Dezember 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 27. Dezember 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Samstag, 27. Dezember 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Bei schweren Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen hat das israelische Militär nach palästinensischen Angaben fast 200 Menschen getötet. Die Welt reagiert besorgt.

Weitere Themen:

Rückblick I: Anfang des Jahres sorgten die steigenden Lebensmittelpreise und wütende Proteste in den ärmsten Ländern für Schlagzeilen. Was ist seither geschehen?

Rückblick II: Der Schauspieler Hubert Kronacher spielt seit 26 Jahren den Kontrabass in Süsskinds gleichnamigem Stück - Anfang Januar ist Schluss.

 

Beiträge

  • Luftangriffe überraschten viele Palästinenser

    Dass Israel den Gazastreifen angreifen würde, war eine Frage der Zeit. Allerdings hatte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass die Luftangriffe vor Ablauf eines Ultimatums am Sonntag erfolgen würden.

    Es gab hunderte Opfer: Nach palästinensischen Angaben wurden fast 200 Menschen getötet und Hunderte verletzt.

    ARD-Korrespondent Clemens Verenkotte

  • Experte: «Wahlkampf mit militärischen Mitteln»

    Die erneute Eskalation der Gewalt im Nahen Osten ist nach Ansicht des Nahostexperten Michael Lüders auch auf die bevorstehenden Wahlen in Israel zurückzuführen. Um die Gunst der ultrarechten Wähler werde derzeit mit militärischen Mitteln gekämpft, sagte Lüders im «Echo der Zeit».

    Lüders glaubt, dass sich bei den überraschenden Luftangriffen auf den Gazastreifen die Hardliner im Kabinett des noch amtierenden Regierungschefs Ehud Olmert durchsetzen konnten.

    Nach Lüders Auffassung könnten die Angriffe die Hamas noch stärken. Anstatt einen Keil zwischen die radikal-islamische Bewegung und die Bevölkerung zu treiben, dürften sie beide Seiten eher noch zusammenschweissen.

    Simone Fatzer

  • Nahrungsmittelexperte: «Die Krise ist nicht vorüber»

    Anfang des Jahres beherrschten die wütenden Proteste gegen steigende Nahrungsmittelpreise wochenlang die Schlagzeilen - inzwischen ist das Thema aus den Nachrichten verschwunden. Zu Unrecht? «Die Krise ist nicht vorüber», meint der Entwicklungsexperte Hans Rudolf Herren im «Echo der Zeit».

    Obwohl die akute Not durch bessere Ernten gelindert sei, gebe es immer noch nicht genügend Reserven. Grösstes Problem sei die Armut: Viele Menschen hätten schlicht nicht genug Geld, um sich die eigentlich ausreichenden vorhandenen Lebensmittel zu kaufen.

    Simone Fatzer

  • Abschied vom «Kontrabass»

    599 Mal ist Hubert Kronlachner bereits aufgetreten in einem der meistgespielten Stücke auf deutschen Bühnen. Seit 26 Jahren spielt er den Kontrabass in Patrick Süsskinds gleichnamigem Stück.

    1982 feierte er mit dem Stück am Schauspielhaus Zürich Premiere, und an gleicher Stelle ist am 4. Januar auch Schluss. Zum 600. und letzten Mal tritt Kronlachner dann auf. Was geht ihm vor diesem Auftritt durch den Kopf?

    Jennifer Khakshouri

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Martin Durrer