Zivildienst: «Die Erfolgsgeschichte ist relativ»

  • Mittwoch, 15. März 2017, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 15. März 2017, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 15. März 2017, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Früher, als die angehenden Zivildienstleistenden noch zu einer mündlichen Gewissenprüfung antreten mussten, wurden weniger als 2000 «Ziivis» pro Jahr zugelassen, heute sind es mehr als 6000. «Zuviel», findet Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

    Zivildienst: «Die Erfolgsgeschichte ist relativ»

    Immer mehr Dienstpflichtige leisten Zivildienst. Das sorgt bei bürgerlichen Politikern seit langem für Kritik. Bundesrat Johann Schneider-Ammann schlägt nun Regeländerungen vor, damit wieder mehr junge Männer ins Militär gehen, anstatt sich zivil fürs Land einzusetzen.

    Curdin Vincenz

  • Selef Arab (auf dem Bild rechts neben Lehrerin Nadine Wegmann) wird es schaffen – mit ihrem Optimismus, Fleiss und Talent. Vor gut einem einem Jahr erst flüchtete die 20-jährige Kurdin aus dem Krieg in ihrer Heimat Syrien.

    Integrations-Vorlehre als Chance für Flüchtlinge

    Zwei Drittel der anerkannten Flüchtlinge und der vorläufig Aufgenommen sind arbeitslos und auf Sozialhilfe angewiesen. Hauptproblem sind mangelnde Sprachkenntnisse und ungenügende Vorbildung.

    Mit einer sogenannten «Integrations-Vorlehre» will der Bund künftig jedes Jahr 1000 Flüchtlinge auf eine Berufsausbildung vorbereiten. Der Kanton Glarus hat schon letztes Jahr mit einem eigenen Berufseinführungsprogramm für Flüchtlinge begonnen. Eine Zwischenbilanz.

    Max Akermann

  • Gut anderthalb Milliarden Franken weniger will das Parlament in den kommenden zwei Jahren ausgeben. Finanzminister Ueli Maurer wird daran wenig Freude haben – der Bundesrat wollte nämlich fast 1,9 Milliarden sparen.

    Bundesfinanzen – den Gürtel nicht noch enger schnallen

    In den Bereichen Bundesverwaltung, Entwicklungshilfe und Integration will der Bund in den kommenden Jahren sparen. Das Parlament hat das sogenannte Stabilisierungsprogramm für die nächsten zwei Jahre zu Ende beraten.

    National- und Ständerat stehen aber weniger stark auf die Ausgabenbremse als der Bundesrat dies gewünscht hat.

    Gaudenz Wacker

  • Der Handel mit den von Russland unterstützten «Volksrepubliken» in der Ostukraine ist ab sofort verboten. Bild: Leere Kohle-Güterwagen in der Nähe von Donezk.

    Ostukraine – nun auch ein Wirtschaftskrieg

    Die Regierung in Kiew hat eine Totalblockade erlassen gegen die Separatistengebiete im Osten der Ukraine. Der Handel mit den von Russland unterstützten, sogenannten Volksrepubliken ist ab sofort verboten. Der Beschluss vertieft die Gräben im Land – und schadet vor allem der Ukraine selber.

    David Nauer

  • Zwischen 200 und 1000 Rupien verdient Mona Lisa (im gelben Sari) pro Tag mit Betteln. Zwischen zwei und zehn Franken, das ist nicht wenig.

    Schwieriger Alltag für Pakistans Transgender-Menschen

    Bei der ersten Volkszählung seit fast 20 Jahren in Pakistan werden erstmals auch Transgender-Menschen mitgezählt. Das «dritte Geschlecht» ist in Pakistan seit 2009 offiziell anerkannt.

    Transgender dürfen in Pakistan wählen, sich zu Wahlen aufstellen lassen und seit dem vergangenen Jahr auch heiraten. Allerdings ist das Land nur auf dem Papier liberal gegenüber Transgender. Die Reportage.

    Thomas Gutersohn

  • «Das Bundespersonalgesetz schützt zwar Whistleblower bis zu einem gewissen Grad, der Schutz bleibt aber begrenzt», sagt Martin Hilti von Transparency International Schweiz im ECHO-Gespräch.

    Kein besserer Schutz für Whistleblower

    Wie der Bundesrat, will auch der Nationalrat das Amtsgeheimnis in öffentlichen Verwaltungen nicht lockern; eine Motion aus dem Ständerat hat er klar abgelehnt.

    Für Martin Hilti, Lehrbeauftragter für öffentliches Recht an der Universität Basel, ist der Schutz für Whistleblower, für Personen, die Missstände in öffentlichen Verwaltungen publik machen, nach wie vor ungenügend. Das Gespräch.

    Samuel Wyss

  • Seit den Anfängen der Mikrofinanz vor gut 30 Jahren ist die Branche stark gewachsen. Millionen von Kreditnehmerinnen sind dazu gekommen, Milliarden von Dollar in die Kreditinstitute in den Entwicklungsländern geflossen.

    Investoren entdecken Mikrokredite

    Für die Ärmsten der Welt ist es oft schwierig zu Krediten oder Versicherungen zu kommen. Mikrokredite sind oft ihre einzige Hoffnung. Die Mikrofinanz lockt auch Investoren an: Elf Milliarden Dollar fliessen zurzeit in diese Branche, fünf Mal mehr als noch vor zehn Jahren.

    Für Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer in Entwicklungsländern ändert sich mit dem Boom vorderhand aber wenig.

    Anna Lemmenmeier

Moderation: Samuel Wyss, Redaktion: Tobias Gasser