10 Jahre nach der Finanzkrise: Können wir wieder Vertrauen haben?

Thomas Jordan (Präsident Schweizerische Nationalbank) und Axel Weber (UBS-Präsident) diskutieren über Verantwortung, die Stabilität von Banken und den Bitcoin-Boom.

2008 bebte die Weltwirtschaft – mit Folgen für Angestellte, für Unternehmen, für ganze Länder. Das Image von Banken hat beispiellos gelitten und hat die Akteure des Finanzsystems in die Öffentlichkeit rücken lassen.

Wie agiert man, wenn Verantwortung und Misstrauen gleichermassen gross sind? Wie stellt man das Vertrauen in das Finanzsystem wieder her? Und wie kontrolliert man neue Phänomene, die sich teilweise ausserhalb dieses Systems abspielen, wie Bitcoin und andere Kryptowährungen?

Reto Lipp spricht im Vorfeld des World Economic Forums mit zwei wichtigen Entscheidungsträgern:

Thomas Jordan, Präsident Schweizerische Nationalbank

Jedes seiner Worte kann die Finanzmärkte bewegen, und jede seiner Entscheidungen beeinflusst die Schweizer Wirtschaft. Thomas Jordan hat seit 2012 als Präsident den Auftrag, mit seiner Notenbankpolitik für Preisstabilität zu sorgen. Mit der Aufhebung des Mindestkurses zum Euro vor drei Jahren hat er das Land in helle Aufregung versetzt. Thomas Jordan gibt einen Einblick in das, was es heisst, eine mächtige Schaltstelle wie die Schweizerische Nationalbank zu leiten.

Axel Weber, Präsident UBS

Als ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank und Vorsitzender des globalen Bankenverbands IIF ist Axel Weber ein profunder Kenner der Spielregeln, nach denen Banken sich richten müssen. Er ist der Meinung, dass die Notenbanken ihre expansive Geldpolitik möglichst bald beenden sollten. 2012 hat er die Seiten gewechselt zur grössten Schweizer Bank. Axel Weber verantwortet als Präsident die Neuausrichtung der UBS.

Die Sendung ist ab 14.00 Uhr des Sendetages als Web Preview zu sehen.

#srfecotalk

Artikel zum Thema