Aufholjagd in der Automobilindustrie

China macht Tempo in der Elektromobilität und hat die etablierten Autohersteller rechts überholt. Diese reagieren - gezwungenermassen.

Gleichgültig ob Staatsbetrieb, Start-up oder Branchenführer – Chinas Autohersteller haben alle das gleiche Ziel: Sie wollen, dass die ganze Welt chinesisch fährt, nicht nur die eigene Bevölkerung. Und die Chancen, dass diese Strategie aufgeht, stehen gut. Denn Chinas Autohersteller haben sich längst an die Spitze des technologischen Wandels gesetzt, weg vom Verbrennungsmotor hin zum Elektroantrieb.

Das Tempo, mit dem Chinas Regierung diesen Wandel im eigenen Land vorantreibt, haben etablierte Autokonzerne unterschätzt. Sie müssen Gas geben, um den Anschluss nicht zu verlieren – auf ihrem wichtigsten Absatzmarkt ebenso wie im Heimmarkt.

«ECO Spezial» zeigt, wie China die erfolgsverwöhnte Automobilbranche unter Zugzwang setzt und welche Konsequenzen der technologische Wandel für Wertschöpfung und Arbeitsplätze hat.

Beiträge

  • «Made in China» ist hip

    BYD, BAIC oder NIO – Namen, die Nicht-Autokennern vermutlich nichts sagen. Es sind Namen, die man sich merken sollte. Denn Modelle dieser Hersteller könnten demnächst auch auf Schweizer Strassen auftauchen. Vom grössten chinesischen Hersteller BYD fahren bereits Busse mit Elektroantrieb in London oder Amsterdam. Alle drei Firmen verfolgen klare globale Strategien, ihre Modelle sind günstig und holen designmässig kräftig auf.

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  • Zulieferer unter Zugzwang

    ZF in Friedrichshafen ist ein privat gehaltener und darum weitgehend unbekannter Riese. Der Spezialist für Getriebe und Antriebstechnik, mit 140'000 Mitarbeitern, setzt rund 40 Milliarden Franken um und ist damit einer der grössten Zulieferer der Welt. ZF befindet sich mitten in seinem wohl grössten Transformationsprozess seiner 100-jährigen Geschichte. Was das konkret bedeutet, zeigt sich am deutlichsten am grössten ZF-Standort in Schweinfurt.

  • Elektromobilität in den USA

    Die Autoshow in Detroit ist die erste grosse Messe des Jahres, an der sich die gesamte Branche ein Stelldichein gibt. Elektroautos gibt’s auch. Und alle reden drüber. Doch viel lieber präsentieren die Autokonzerne auf ihrem zweitwichtigsten Absatzmarkt etwas Anderes. Bob Lutz, Schweizer und Grandseigneur der US-Automobilindustrie, hat zu Chinas Vormachtstellung eine klare Meinung.

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Alexandra Stühff / Harry Stitzel / Pascal Nufer