Zum Inhalt springen

Zur Sendung Ausführliche Stellungnahme Syngenta

Der Schweizer Agrochemie-Konzern Syngenta hat der Redaktion «ECO» Stellungnahmen zu den Mitteln Atrazin und Thiamethoxam zukommen lassen. Ausserdem äussert sich Syngenta zu den Vorwürfen des Anwalts Stephen Tillary bezüglich einer Diffamierungskampagne gegen den Wissenschaftler Tyrone Hayes.

Die Redaktion des Wirtschaftmagazins «ECO» hat Syngenta mit allen im Beitrag genannten Vorwürfen konfrontiert. Syngenta hat sich in den Themenfeldern Atrazin und Thiamethoxam trotz detaillierter Anfrage von «ECO» für eine summarische Antwort entschieden. Zum Vorwurf von Anwalt Stephen Tillary nimmt Syngenta separat Stellung.

Stellungnahme Syngenta zu Atrazin

«Syngenta arbeitet nach höchsten ethischen Massstäben und wissenschaftlichen Standards und wir nehmen die Sicherheit unserer Produkte sehr ernst. Tatsache ist, dass in den letzten 50 Jahren fast 7‘000 Studien durchgeführt wurden, um die Sicherheit von Atrazin für Mensch und Umwelt nachzuweisen.

Die Registrierung eines Wirkstoffs ist ein langer, strikter und transparenter Vorgang, der in regelmässigen Abständen wiederholt werden muss. In den USA beispielsweise fordert die EPA über 120 öffentliche Studien sowie vielzählige aufwendige regulatorische Einreichungen. Die Produktsicherheit von Atrazin stützt sich somit auf solide und nachvollziehbare Wissenschaft. Syngenta steht deshalb weiterhin für Atrazin ein.

Syngenta hat stets einen Schwerpunkt auf die Wissenschaft und die Sicherheit unseres Produkts gelegt und darauf, die Fakten einfach und klar den Landwirten und der Öffentlichkeit zu erklären. Wir ermutigen auch andere, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre wissenschaftlichen Daten über die Sicherheit und den Nutzen dieses Produkts für die Landwirtschaft sowie für die globale Wirtschaft und Ernährungssicherheit darzulegen.»

Gerne verweise ich Sie für Ihre Recherche auf von uns bereits veröffentlichte Unterlagen und Stellungnahmen zu dieser Anfrage:

Ausserdem möchte ich Sie auch auf einen Artikel im Academics Review, Link öffnet in einem neuen Fenster aufmerksam machen, der die einseitige Berichterstattung des New Yorker Artikels abhandelt.»

Stellungnahme Syngenta zu Thiamethoxam

«Syngenta hat die in Plos One veröffentlichte Studie in Zusammenarbeit mit den französischen Behörden geplant. Die Studie wurde nach ihrem vorgegebenen Studiendesign aufgesetzt. Im Bewertungsbericht der EFSA (European Food Safety Authority) haben mehrere Bienenexperten gesagt, dass dies die detaillierteste und umfassendste Studie sei, die sie seit langem gesehen haben für eine regulatorische Risikoeinschätzung.

Die Studie war mit den zu diesem Zeitpunkt gegenwärtigen EU Regulierungsstandards der EFSA in Übereinstimmung. Die Studie wurde zwischen 2005 und 2010 in verschiedenen Regionen in Frankreich durchgeführt und stützt sich ausserdem auf mehrere Jahre Feldbeobachtung, die den sicheren Gebrauch von Thiamethoxam belegen.»

Auch zu diesem Thema möchte ich Sie auf unsere transparente Kommunikation verweisen, die wir auf der Webseite Plight of the Bees, Link öffnet in einem neuen Fenster öffentlich zugänglich machen.

Ausserdem könnte der soeben gestern veröffentlichte Artikel, Link öffnet in einem neuen Fenster ebenfalls sehr interessant sein für Ihre Recherchen, mit einer klaren Aussage vom Head of Chemicals der EU Health and Consumers Directorate General.

Stellungnahme von Syngenta zum Vorwurf von Anwalt Stephen Tillary, wonach Syngenta eine Diffamierungskampagne gegen den kritischen Wissenschafter Tyrone Hayes plante. Teil der Strategie war laut Stephen Tillary, dass Syngenta versuchte, dass Tyrone Hayes den Lehrauftrag an seiner bisherigen Universität verlieren würde und an einer anderen Universität keine Anstellung erhalten sollte.

Diese Behauptungen sind falsch und wir weisen diese Vorwürfe entschieden zurück. Über die Entscheidungsgründe der Universitäten können wir nicht spekulieren. Sie müssten direkt mit den Universitäten Kontakt aufnehmen, um ihre Gründe zu erfahren.

Gerne mache ich Sie zu Ihrer Information auf einen kürzlich veröffentlichten Artikel auf Science 2.0 aufmerksam: Atrazine and the forever war on science, Link öffnet in einem neuen Fenster»

Stellungnahmen per E-Mail vom 30.04. und 23.05.2014

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von P. Gruber, Zürich
    Schade ist das Video zur wirklich guten und fundierten ECO-Sendung nicht mehr abrufbar. Warum ist das so??? Das irritiert und lässt ein sonderbares Gefühl zurück. Auch wenn Herr Stämpfli das Bienensterben ignoriert und verneint, ungeachtet dessen sterben die Bienen trotzdem, Millionenweise. Dumm gelaufen, Herr Stämpfli. Mangelnde Einsicht zahlt sich nicht aus! Steht Herr Spirig auf der Gehaltsliste von Syngenta? Eine einzige Anklage ohne Fundament.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Redaktion ECO
      Nach wie vor, und ununterbrochen seit der Ausstrahlung, finden Sie alle Videos der vergangenen Sendung auf der SRF-Website. Im konkreten Fall hier: http://www.srf.ch/sendungen/eco/syngenta-reise-serie-3-rollentausch-sef
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von J. Gasser, Thun
    Dass sich ein Agrochemie-Konzern wie Syngenta um Umweltauswirkungen schert und jede Verantwortung leugnet, dies aber natürlich nicht zugeben kann, kann man noch verstehen. Schliesslich geht es um eine Menge Geld. Dass aber Personen wie Herr Spirig und Herr Stämpfli unangenehme Fakten nicht wahrhaben wollen und sie deshalb als Propaganda abtun (wer sollte irgendein Interesse daran haben ein Bienensterben oder Pestizidverschmutzungen zu erfinden?), finde ich sehr bedenklich!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    "...dass in den letzten 50 Jahren fast 7‘000 Studien durchgeführt wurden, um die Sicherheit von Atrazin für Mensch und Umwelt nachzuweisen." Wieviel Studien gab es damals von der Tabakindustrie um nachzuweisen, dass Rauchen die Gesundheit nicht gefährde? Es ist hinlänglich bekannt: Studien, welche von der Industrie gesponsert oder durchgeführt werden, führen zu Resultaten, welche im Sinne der Industrie ausfallen. Wirklich brauchbar sind nur völlig unabhängige Studien.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen