Bundesamt für Landwirtschaft betont Unabhängigkeit

Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW reagiert auf den Syngenta-Bericht. Es hält fest, dass eine gemeinsame Pressekonferenz mit Syngenta im vergangenen Jahr zum Thema Bienensterben nichts Ungewöhnliches sei: Es sei üblich, dass das BLW Entscheide auf Anfrage öffentlich begründe und vertrete.

Vier Personen an einer Pressekonferenz

Bildlegende: Ausschnitt aus der gemeinsamen Pressekonferenz. SRF

Die «ECO»-Sendung vom 2. Juni zeigte eine Mitarbeiterin des Bundesamts für Landwirtschaft gemeinsam mit Vertretern des Agrochemie-Konzerns Syngenta an einer Pressekonferenz zum Thema Bienensterben im vergangenen Jahr.

Bei der Veranstaltung ging es um das Pestizid Thiamethoxam, das von Syngenta produziert wird. Eine Nähe zum Agrochemie-Konzern lasse sich aus dem gemeinsamen Auftritt nicht ableiten, schreibt das BLW per E-Mail vom 3. Juni 2014:

«Richtig ist, dass das BLW auf Anfrage seine Entscheide bei allen Parteien begründet und vertritt. An besagter Pressekonferenz geschah das auf Einladung von Sciencindustries, nicht von Syngenta. Bei anderen Gelegenheiten sprechen wir auch an Veranstaltungen des Bauernverbandes und von Greenpeace. Zum Beispiel morgen Mittwoch, 4. Juni 2014, an einer von Greenpeace, BioSuisse und IP Suisse organisierten Veranstaltung für Parlamentarier in Bern. An der von Ihnen erwähnten Medienkonferenz hat Eva Reinhard die Zusammenhänge und Zielkonflikte bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln – im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ertrag – erläutert.»