Schokolade – die bittersüsse Globalisierungsstory

Der Rohstoff aus Afrika, Konsumenten in Europa und den USA, neue Märkte in Asien: Schokolade ist das Parade-Beispiel für eine globalisierte Wirtschaft – auch mit ihren Schattenseiten wie Kinderarbeit. «ECO» zeigt die Entstehung der süssen Versuchung und erklärt, weshalb sie bald teurer wird.

Während der Konsum in Europa stagniert oder gar rückläufig ist, essen auf der anderen Seite der Erdkugel immer mehr Menschen Schokolade: Vor allem die Mittelschicht in Asien ist auf den Geschmack gekommen.

«ECO» trifft Wissenschaftler in Südostasien, welche im Labor an neuen Geschmacksrichtungen tüfteln. Und zeigt, warum auch auf religiöse Gepflogenheiten Rücksicht genommen werden muss.

Kinderarbeit noch immer ein Thema

Afrika ist der wichtigste Kontinent für den Kakao-Anbau. Dort ist das Thema Kinderarbeit auf den Kakao-Plantagen nicht gelöst, obwohl die Industrie schon vor fünfzehn Jahren einen Aktionsplan dagegen präsentiert hat. Teilweise hat Kinderarbeit sogar zugenommen. Zwei Millionen Kinder arbeiten in Westafrika beim Kakaoanbau mit. NGO-Vertreter sagen, die Situation der Kakaobauern habe sich in den letzten 10 Jahren nicht verbessert. «ECO» konfrontiert die «Schoko-Barone» auf ihrem Gipfeltreffen in Davos.

Ein weiteres Problem für die Zukunft der Kakaoproduktion sind der Raubbau und die Klimaveränderung, der die Böden auf afrikanischen Kakaoplantagen ausgelaugt haben. Die grossen Schokoladen-Hersteller haben erkannt, dass sie die bestehenden Plantagen besser nutzen müssen. Das heisst, vor allem nachhaltiger.

Zum Thema Nachhaltigkeit gehört auch, die Bauern vor Ort besser auszubilden – und ihnen endlich so viel zu bezahlen, dass sie und ihre Familien davon leben können. Doch dieser Prozess steht erst am Anfang, wie die «ECO»-Reportage aus Ghana zeigt.

Die bittersüsse Geschichte der Schokolade – Die Industrie steht in der Pflicht, sonst könnte sie ihren eigenen Wachstumszielen im Weg stehen.

#srfeco

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