Unbequeme Chefs fördern die Motivation

Der Chef, den keiner mochte

Warum exzellente Führungskräfte nicht nett sind

von Markus Jotzo

Der chef, den keiner mochte

Bildlegende: Lesetipp der Woche Gabal

Viele Vorgesetzte machen einen guten Job – das streitet Markus Jotzo gar nicht ab. Er sagt allerdings, dass es noch besser geht, und zwar, indem die Chefs unbequemer werden und fordernder auftreten.

Genau das unterscheidet seiner Ansicht nach gute von exzellenten Führungskräften. Denn haben sich die Mitarbeiter zu sehr an ein Wohlfühlklima im Job gewöhnt, fehlt ihnen die Motivation, die Komfortzone zu verlassen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Ob es sich deshalb um Chefs handelt, «die keiner mag», sei dahingestellt – der Titel ist wohl in erster Linie Effekthascherei. Das sei Jotzo aber verziehen, zumal das Thema die Aufmerksamkeit verdient hat. Schliesslich befinden wir uns gerade im Wandel von einem hierarchischen Führungsverständnis zu einem auf Augenhöhe, und Jotzo zeigt, dass es neben dem kumpelhaften Sonnyboy und der verständnisvollen Vaterfigur durchaus Alternativen gibt.

Vorgesetzte, die mit ihrem Führungsstil die Eigenverantwortung der Mitarbeiter fördern, motivieren diese nicht nur, sondern eröffnen ihnen auch neue Perspektiven für das Arbeitsleben. Davon profitieren alle Beteiligten, nicht zuletzt auch das Unternehmen.

Das Buch empfiehlt sich allen Vorgesetzten, die bereit sind, ihr Führungsverhalten zu hinterfragen und hin und wieder etwas mutiger und unbequemer zu sein.

  • Verlag: Gabal
  • Publikation: 2014
  • Anzahl Seiten: 240

In Zusammenarbeit mit Getabstract, Luzern