Zeitenwende im Welthandel

Der Welthandel ist einer der wichtigsten Treiber für den wirtschaftlichen Aufstieg. Dank ihm wurden die heutigen Industrienationen reich. Länder wie Indien und Brasilien sind zu Wirtschaftsmächten geworden. Nun steht der Welthandel vor einem fundamentalen Wechsel – dieser betrifft auch die Schweiz.

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ECO-Spezial: Zeitenwende im Welthandel

29 min, aus ECO vom 19.8.2013

Kürzlich wurde bekannt, dass die Europäische Union und die USA über eine gemeinsame Freihandelszone verhandeln wollen. Im Juli hat die Schweiz ein Freihandelsabkommen mit China unterzeichnet.

Die Zahl der Freihandelsverträge nimmt in den letzten Jahren rasant zu. Allein in den letzten 10 Jahren traten 148 neue Freihandelsverträge in Kraft. Im Gegenzug verliert die Welthandelsorganisation WTO an Bedeutung. Die Zeit der multilateralen Verträge scheint vorbei. Nur Länder, die sich in der kommenden Zeit gut positionieren, werden ihren Wohlstand wahren können, oder gar steigern.

Die Schweiz ist seit jeher eine Exportnation – und darum auf weltweiten Handel angewiesen. Dieser sichert den Produktionsstandort und damit Arbeitsplätze. Doch der globale Handel wird immer sensibler, die Anforderungen an die Logistik nehmen zu, internationale Handelsabkommen werden entscheidend. Nicht nur wegen der Zölle, sondern vor allem auch, weil verschiedenste Handelshemmnisse über den Erfolg und den Misserfolg von Schweizer Unternehmen im Ausland entscheiden können. «ECO» zeigt in einer Spezialsendung, wie sich die Schweiz den Herausforderungen der neuen Handelswelt stellt.

Exklusiv: Verhandlungen in Indonesien

«ECO» konnte exklusiv filmen, wie die Schweiz im Rahmen der Efta mit Indonesien über ein neues Freihandelsabkommen verhandelt, das für Schweizer Firmen einen Exportmarkt mit 250 Millionen Menschen öffnen würde.

Kameramann filmt Arbeiter in indonesischer Batik-Fabrik.

Bildlegende: Handel mit Textilien: Die südindonesische Stadt Solo gilt als Zentrum der Batik-Kunst. SRF

«ECO» zeigt, weshalb hochmargige Medizinalprodukte nicht nur wichtig für die Schweiz sind, sondern auch, welche logistischen Herausforderungen mit deren Transport verbunden sind.

Und «ECO» spannt den Bogen zwischen Vergangenheit und Zukunft und führt aus, weshalb die Schweiz schon im 19. Jahrhundert zu einer der führenden Industrienationen werden konnte, und was dies für die Zukunft bedeutet.

Reto Lipp in Zürich und Genf

Moderator Reto Lipp präsentiert die Sendung vom Flughafen Zürich und vom Sitz der Welthandelsorganisation WTO in Genf.

Als Interviewpartner konnte «ECO» unter anderem WTO-Generaldirektor Pascal Lamy gewinnen. Reto Lipp: «Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Sondersendung unseren Zuschauerinnen und Zuschauern ein Thema präsentieren, das für die Zukunft der Schweiz von entscheidender Bedeutung ist.»