«Einstein» vom 6.1.2011

«Einstein»-Spezial

Am 12. Januar 2010 machte ein Beben der Stärke 7 Haiti dem Erdboden gleich. 250‘000 Tote, ebenso viele Verletzte und 1.5 Millionen Menschen, die innert einer Minute ihre Häuser verloren. «Einstein» war vor Ort und zeigt, wie weit der Wiederaufbau ein Jahr nach dem Beben ist - oder eben nicht.

Beiträge

  • Port-au-Prince – Haitis verlorene Hauptstadt

    Unglaubliche 20 Millionen Kubikmeter Schutt - etwa gleich viel, wie man in 10 Jahren aus dem Gotthard geholt hatte - warten heute noch auf den Abtransport. Port-au-Prince war bis zum Beben mit unzähligen, illegalen Bauten explosionsartig gewachsen. Niemand weiss, wem die Grundstücke tatsächlich gehören. Der Wiederaufbau ist komplett blockiert, in Haitis Hauptstadt funktioniert nichts.

  • Schweizer Hilfe zwischen Notaktion und Nachhaltigkeit

    Glückskette und Schweizer Hilfswerke setzten von Beginn weg auf langfristige Arbeit in ländlichen Gebieten. Caritas verspricht erdbebensichere Steinhäuser, das Schweizerische Rote Kreuz montiert Fertighäuser. «Einstein» hat die beiden Wiederaufbau-Projekte besucht. Die Bilanz: Bei Caritas stehen erst Prototypen und das SRK kann nicht allen ein Haus anbieten.

  • Neues Erdbeben bedroht Haiti

    Das Erdbeben-Risiko auf der karibischen Insel ist nach wie vor extrem hoch. Besonders Port-au-Prince ist stark gefährdet, denn genau dort erwartet ETH-Seismologe Domenico Giardini das nächste Epizentrum. Seine Gefahrenkarte soll aufzeigen, wo neue Spitäler und Schulhäuser gebaut werden müssen, damit sie das nächste Beben überstehen.

  • Kein Trinkwasser: Haitis «vergessene» Dauerkrise

    Sauberes Wasser ist Haitis rarste Ressource. Ein Drama - nicht nur in Zeiten der Cholera. Harry Zehnder lebt seit 26 Jahren in Port-au-Prince. Der Schweizer produziert mit «Eau Miracle» Trinkwasser, das auch für die Ärmsten erschwinglich ist. «Einstein» zeigt, wieso sauberes Wasser eigentlich nur noch an speziellen «Tankstellen» zu bekommen ist.

  • Erschreckende Wasseranalyse

    «Einstein» testet Flusswasser aus Haiti. Die massive Fäkalbelastung überrascht Mikrobiologe Thomas Egli: «Für Schweizer Verhältnisse ist das nicht Flusswasser, sondern Abwasser!» In Haiti wird es aber auch als Trinkwasser verwendet. Dies führt zu Durchfall-Erkrankungen und kann die Cholera verbreiten. Eine Wasser-Aufbereitung wäre also zwingend. Für solche Einsätze entwickelt das Wasserforschungsinstitut Eawag neue Aufbereitungsmethoden.