«Einstein» vom 28.8.2014

«Einstein»-Spezial

Immer öfter wird Sand auf dem Meeresgrund abgebaut. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind dramatisch.

Ob Mikrochips, Waschmittel oder Beton - Sand steckt überall drin. Neben Wasser ist Sand der meistgenutzte Rohstoff der Welt - nur fällt er nicht vom Himmel: Er entsteht über Jahrtausende in geologischen Prozessen. Die globalen Sandvorkommen sind also begrenzt. Und wie Erdöl und Erdgas wird auch Sand heute immer öfter auf dem Meeresgrund abgebaut. Die Folgen für das Meer, die Küste und den Menschen sind dramatisch.

Beiträge

  • Sand-Schlaraffenland Schweiz

    Sand-Schlaraffenland Schweiz

    Die Alpen sind gigantische Sandfabriken. Tauwetter und Schwerkraft lassen Felsen ins Tal donnern. Sie zerfallen dabei in einzelne Kieselsteine. Von Bergbächen erfasst, zerbröseln die Kieselsteine mit der Zeit in unzählige Sandkörner. Dieser Sand wird schliesslich von Flüssen bis ins Meer transportiert. Doch weltweit versperren immer mehr Staudämme den Weg und dadurch schaffen es immer weniger Sandkörner bis zum Meer: Mit grossen wirtschaftlichen und politischen Folgen für die betroffenen Staaten.

  • Ein Wüstenstaat braucht Sand

    Ein Wüstenstaat braucht Sand

    Dubai ist nicht nur auf Sand gebaut, Dubai ist auch mit Sand gebaut: Der Rohstoff ist ein wichtiger Bestandteil von Beton. Doch der eigene, staubfeine Wüstensand eignet sich nicht für Beton, Dubai muss Sand aus Australien importieren. Damit werden auch die künstlichen Inselgruppen vor Dubais Küste aufgeschüttet. Allein für das Projekt «The World» wurden 300 Millionen Tonnen Sand vom anderen Ende der Welt importiert. «Einstein» zeigt, warum viele dieser Inseln heute wieder im Meer versinken.

  • Das Sand-Eldorado liegt im Meer

    Das Sand-Eldorado liegt im Meer

    Umweltschützer in ganz Europa laufen Sturm gegen den Sand- und Kiesabbau in Flüssen, Seen und Kiesgruben: Zu massiv sind Ihnen die Auswirkungen auf die Natur. Darum saugen heute gigantische Schwimmbagger den Meeresgrund leer - mit dramatischen Auswirkungen auf die Meeresökologie: Im Sand lebende Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere werden zerstört und damit ein wichtiger Teil der marinen Nahrungskette.

  • «Wie Sand am Meer» stimmt nicht mehr

    «Wie Sand am Meer» stimmt nicht mehr

    75 Prozent aller Sandstrände weltweit sind auf dem Rückzug. Ein Grund dafür sind die Küsten-Bebauungen. Sie verhindern, dass sich die Sandstrände gegen das Land hin ausdehnen können und so wird der Sand bei hohem Wellengang ins Meer gespült. Touristisch wertvolle Strände müssen heute künstlich wiederaufgeschüttet werden. Auf den Malediven genauso wie auf Mallorca. Ein gutes Geschäft, denn schon nach wenigen Jahren muss die Arbeit wiederholt werden.

  • Der grösste Sandfresser der Welt

    Der grösste Sandfresser der Welt

    Pro Kopf der Weltbevölkerung werden jedes Jahr 3 Tonnen Beton verbaut und China hat in den letzten 3 Jahren mehr Sand verbetoniert als die USA im ganzen letzten Jahrhundert. Beton ist damit der mit Abstand grösste Sandfresser überhaupt. Um die Ressource Sand künftig zu schonen, muss effizienter und intelligenter betoniert werden. Mit weniger Sand mehr bauen: Daran arbeiten Schweizer Forscher mit Hochdruck. «Einstein» zeigt die ersten Resultate.