Fettpölsterchen: Die Gene reden mit

Anders als in früheren Zeiten gelten Speckröllchen heute vielen Zeitgenossen als Makel. Noch dazu sind sie ungerecht verteilt: Manche Menschen setzen eher Fett an als andere. Selbst wo es sich am Körper festsetzt, ist genetisch beeinflusst, wie eine Studie mit Zwillingen zeigte.

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Die Gene reden mit: Wie Zwillingsbrüder dick werden (SRF)

1:40 min, vom 6.1.2016

Diäten, wohin das Auge schaut: Da gibt es die Mittelmeer-Diät, Trennkost-Nahrung, Apfelessig-Diät oder Ayurveda … – doch vielen Menschen scheint kein Mittel zu helfen, um dauerhaft abzunehmen. Dass sie eher Körperfett aufbauen als andere, liegt auch am so genannten Grundumsatz: diejenige Menge an Kalorien, die der Körper verbraucht, wenn er nichts tut, als die Lebensfunktionen zu erhalten. Ein Viertel davon verbraucht die Leber, während das Gehirn mit gut einem Fünftel beteiligt ist.

Der Grundumsatz ist zum Teil genetisch vorgegeben. Ist er bei einem Menschen hoch, bleibt dem Körper weniger Energie übrig, die er in Form von Fett «aufbewahrt». Bei Zeitgenossen mit niedrigem Grundumsatz hingegen drohen bei gleicher Kalorienzufuhr ein Bauch oder Röllchen – ab zum Joggen, heisst es dann für alle, die trotzdem schlank und rank sein möchten.

Auch bei Art und Umfang der Gewichtszunahme spielt das Erbgut eine Rolle. Bei Versuchen mit eineiigen Zwillingsbrüdern stellten Forscher in den USA fest: Übermässige Ernährung führte dazu, dass die Zwillinge jeweils etwa gleich viel an Gewicht zulegten – noch dazu an den gleichen Körperstellen. Mehr über die Experimente und Resultate zeigt der Filmbeitrag oben.

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