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Einstein Online Kein Plätzchen zu klein, ein Gemüsegarten zu sein

Wer schon einmal auf seinem winzigen Stadtbalkon stand und sich einen Gemüsegarten gewünscht hat, wird jetzt vielleicht aufhorchen: Salate, Kräuter, Gemüse oder Blumen können mit einfachen Materialien auch an der Wand angebaut werden. «Einstein»-Moderatorin Katrin Hönegger hat es gleich ausprobiert.

Legende: Video Kathrin Hönegger baut einen vertikalen Garten abspielen. Laufzeit 05:00 Minuten.
Aus Einstein vom 10.09.2015.

Triste Wände werden plötzlich zu Gemüsegärten und auf kleinster Fläche entstehen blühende Wiesen: Mit vertikalen Gärten kann die Natur zurück in stark bebaute Gebiete gebracht werden. Das ist nicht nur eine Wohltat fürs Auge, sondern bietet auch die Möglichkeit, verlorene Grünflächen in den Städten zu ersetzen und neue Lebensräume schaffen – beispielsweise für Insekten oder gefährdete Planzen.

Das ergeben Forschungsarbeiten des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen IUNR der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Dabei wird ein einzelner vertikaler Garten von wenigen Quadratmetern noch nicht das Stadtklima verändern oder die Biodiversität fördern. Doch das IUNR hofft: Wenn immer mehr Leute ihre brach liegenden Wände begrünen, kann damit eine Vernetzung der natürlichen Lebensräume erreicht werden.

Bei Dachgärten sind diese Funktionen bereits nachgewiesen und werden schon gezielt für den Naturschutz eingesetzt, zum Beispiel für den Erhalt seltener Orchideen. Doch die vertikalen Gärten haben einen wesentlichen Vorteil: Sie können von jedem und jeder mit wenig Aufwand selbst gebaut werden, auf dem Balkon, vor dem Haus – oder warum nicht im Wohnzimmer.

1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Jeder der auch nur ein paar Pflänzchen hat, erkennt dass das kein Gemüsegarten wird. Warum die Werber mit solchen "Lügen" den Menschen grüne Städte unterjubeln können, ist mir ein Rätsel. Ich sehe hier einen Vergleich, mit dem Versprechen, dass es ganz einfach ist Kinder zu haben, denn es gibt ja genügend Kitas. Sogar ein Garten, resp. eine Pflanze, braucht sehr viel Pflege und Zuneigung. Mit dem Pflanzen alleine ist es nicht getan und die Zeit hat heute, wie für die Kinder, auch fast keiner.
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