Forschung für Medaillen

Auch den XXIII. Olympischen Winterspielen in Pyeongchang werden wieder oft Hundertstel und Millimeter über Sieg oder Niederlage entscheiden. Deshalb forschen Wissenschaftler und Ingenieure auch für das Team Schweiz am erhofften Quäntchen Vorsprung.

Gemeint sind hier nicht verbotene medizinische Substanzen, sondern vielmehr technische Innovationen, die im Kampf um Gold eine Rolle spielen könnten. «Einstein» zeigt, mit welchen Tüfteleien die Schweiz in Südkorea an den Start geht und welche Kniffs und Tricks schon früher für Schweizer Olympia-Medaillen sorgten.

Beiträge

  • Skicross – Im freien Fall zu Gold

    Ein perfekter Start ist im Skicross der halbe Sieg. Dafür erhalten die Schweizer Athleten Unterstützung von Wissenschaftlern und Ingenieuren. Auf der Indoor Anlage wurden die Starts bis ins letzte Detail analysiert und an den entscheidenden Hundertstel gefeilt. Auf dem Gletscher in Saas Fee wurde der spektakuläre Olympia Start 1:1 nachgebaut und die Theorie in die Praxis umgesetzt.

  • Biathlon - Der Herr der Büchsen

    Keiner war bei mehr Biathlon-Medaillen beteiligt. Büchsenmacher Sandro Brislinger ist seit mehr als zwanzig Jahren die beste Adresse für die hochspezialisierten Biathlonwaffen. Bis zu 100 Arbeitsstunden dauert es, bis so ein Gewehr mit seinen 400 Einzelteilen fertig ist. Alles Massanfertigungen, die der Thüringer nicht nur baut, sondern in seinem Schiesslabor mit Spezialmunition in Schiesstunnel und Kühlkammer auch einschiesst. Möglich macht das sein Arbeitgeber, die deutsche Bundeswehr.

  • Pistenforschung - Wolfpergers Gespür für Schnee

    Wenn es Schweizer Schneesportler an den Winterspielen in Pyeongchang aufs Podest schaffen, hat ein Deutscher Sportingenieur für das vielleicht entscheidende Mosaiksteinchen gesorgt. Fabian Wolfsperger vom "Institut für Schnee- und Lawinenforschung Davos" liefert Swiss Olympics in Südkorea täglich Prognosen zu Temperatur, Dichte und Beschaffenheit des Schnees. Seine Daten sollen den Athleten einmal mehr zum erhofften Quäntchen Vorsprung verhelfen.

  • Skisprung – Wie die Forschung «Simi» zum Überflieger machte

    „Ich habe schon vor dem Springen den Sekt kaltgestellt“, schmunzelt Ingenieur Peter Schäuble, der Erfinder von Simon Ammanns legendärem krummen Bindungsstab. Dass Simon Ammann in Vancouver nochmals Doppel-Olympiasieger werden würde, stand für den Tüftler seiner damals so revolutionären Ski-Bindung schon vor den Spielen fest. Innovationen im Sport bringen normalerweise Verbesserung im Promillebereich, bei Ammann waren es Prozente. 8 Jahre nach dem Triumph lüften die Beteiligten bei «Einstein» (fast alle) ihre Geheimnisse.

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Produzenten: François Loriol, Thomas Gerber