Haiti-Erdbeben 2010: Wie wurden die Schweizer Spenden verwendet?

Drei Jahre ist es her, dass mehr als eine Million Menschen in Haiti ihr Obdach verloren. Die Stiftung Glückskette brachte damals 66 Millionen Franken zusammen – und die Schweizer Hilfe zeigt Wirkung.

Am 24. Januar 2010 warteten 105 Tonnen Hilfsgüter auf dem Flughafen in Kloten auf den Verlad und Abflug nach Haiti.

Bildlegende: Hilfe auf dem Luftweg: Am 24. Januar 2010 warteten 105 Tonnen Hilfsgüter auf dem Flughafen in Kloten auf den Verlad und Abflug nach Haiti. Keystone


3 Jahre nach dem Erdbeben in Haiti

5:21 min, aus Glückskette aktuell vom 13.01.2013

Am 12. Januar 2010 erschütterte ein schweres Erdbeben den Karibikstaat Haiti, wie «Einstein» berichtete. Die traurige Bilanz: 250‘000 Tote, über 300‘000 Verletzte und schätzungsweise 1,85 Millionen Obdachlose. Die Anteilnahme war auch in der Schweiz gross; die Stiftung Glückskette sammelte 66 Millionen Franken Spendengelder.

Insgesamt 16 Schweizer Hilfswerke setzten davon 48 Millionen Franken in 61 Wiederaufbau-Projekten vor Ort ein. Unmittelbar nach der Katastrophe errichteten die Caritas, das Schweizerische rote Kreuz und weitere Organisationen fast 7‘000 Notunterkünfte und reparierten über 2‘300 Häuser. In den folgenden drei Jahren wurden 1‘900 Häuser, 2‘000 Latrinen und 1‘500 Wasserreservoirs mit dem Geld aus Schweizer Spenden gebaut.

Ausserdem beschafften die Helfer unter anderem Nahrung und sorgten für medizinische Hilfe. Die übrigen 18 Millionen Franken dienen dazu, die Projekte langfristig zu sichern – und als Rücklage für unvorhergesehene Ereignisse. Drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben sind die meisten Projekte, die von der Glückskette mitfinanziert wurden, in der Abschlussphase.