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Fünfmalklug Kann der Welt das Wasser ausgehen?

«Peak Oil» ist ein Begriff, den Sie vielleicht schon gehört haben. Er beschreibt den Moment, in dem wir Menschen so viel Erdöl fördern, dass es nachher nur noch bergab gehen kann – weil die Ölreserven der Welt zur Neige gehen. Nun sprechen Forscher auch vom «Peak Water». Aber was soll das sein?

Ein Fischer rudert einen Fluss entlang, der zu einem schmalen Strom ausgetrocknet ist.
Legende: Ein Fischer in China rudert 2011 den Honghu-See entlang, der zu einem schmalen Strom ausgetrocknet ist. Keystone

Anders als Erdöl ist Wasser eine erneuerbare Ressource. Global gesehen, gibt es davon immer gleichviel. Es befindet sich in einem ewigen Kreislauf: regnet herab, fliesst in den Boden oder ins Meer, wird gespeichert in Gletschern oder in Pflanzen. Schliesslich verdunstet es wieder, und alles geht von vorne los. So lernt man es in der Schule. Und doch gibt es Gebiete, die bald auf dem Trockenen sitzen könnten – weil sie mehr Wasser brauchen, als nachkommt.

Diese Gebiete nähern sich ihrem Wasserfördermaximum, dem «Peak Water». Ein Beispiel sind die Great Plains in den USA und die nordchinesische Ebene. Dort nutzen die Bauern für ihre Felder Grundwasser, das schon seit Urzeiten tief im Boden liegt. Und sie nutzen mehr, als nachfliessen kann. Das könnte bald ein riesiges Problem werden, mit Ernteeinbussen und Hungersnöten, glauben Forscher und Umweltschützer. Um uns aufzurütteln haben sie den Begriff «Peak Water» eingeführt.

In Fachkreisen wird das Konzept allerdings kontrovers diskutiert – genauso wie beim Erdöl auch. Denn es hiess schon oft, der Peak sei jetzt erreicht. Und dann wurden doch wieder neue Ressourcen gefunden.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    "Peak Human Population" ist schon längstens überschritten. Über 7Mia verheizen die Erde, mit der Folge, globale Temperaturverschiebungen zu erzeugen; Industrieproduktion, (Fleisch-)Landwirtschaft und Infrastruktur für viel zu viele Menschen verschmutzen Gewässer bis zur Unbrauchbarkeit einer Giftgülle. Dazu Artensterben, Monokulturen und verbaute Natur, Giftmülldeponien, von Rohstoffkonzernen zerstörte Lebensräume und immer noch wächst die Menschheit, deren Reproduktion. Muss das sein?
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    In Fachkreisen wird das Konzept kontrovers diskutiert – Natürlich, die Einen erzählen immer nur Schauergeschichten, und die Anderen schaudert es ob diesen schaurigen Geschichten, irgendwie will man seine/ihre Tätigkeit ja schliesslich mit Resultaten, wie auch immer man sie dann interpretiert, belegen. Es ist doch auch unsere typisch schweizerische Art, immer nur das Negative aus Allem zu ziehen, die organisierte Frust-Verbreitung zu fördern. Wem soll denn sowas eigentlich dienen, frage ich mich.
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