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Fünfmalklug Kennen Hunde Eifersucht?

Manche Hundehalter sehen in ihrem geliebten Vierbeiner menschliche Eigenschaften – ob sie nun vorhanden sind oder nicht. Doch eine Empfindung, die Eifersucht ähnelt, scheint es laut einer Studie tatsächlich zu geben.

Ein Hund mit vielen, tiefen Falten schaut treu und herzig in die Kamera.
Legende: Vergleichbar mit menschlichen Gefühlen? Mimik und Verhalten von Tieren wird von ihren Besitzern wird oft als «menschlich» interpretiert. Colourbox

«Eifersucht ist die Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft»: Dieses Sprichwort ist zwar auf eigennützige Liebe zwischen Menschen gemünzt, doch Biologen von der Universität San Diego wollten herausfinden, ob das Gefühl auch Hunde quält – mit Hilfe eines ausgestopften «Konkurrenten», der auf Knopfdruck bellte, jaulte oder schwanzwedelte.

Dieser Attrappe säuselten die Herrchen und Frauchen von 36 Vierbeinern nette Dinge zu und tätschelten sie. In Kontrollversuchen sprachen sie dagegen liebevoll mit einem Halloween-Kürbiskopf oder lasen aus einem Pop-Up-Kinderbuch vor, das Melodien spielte.

«Eifersüchtige» Reaktionen aufgezeichnet

Das Resultat: War der künstliche «Artgenosse» der Konkurrent um Aufmerksamkeit, stupsten oder schubsten 78 Prozent der Hunde ihren Besitzer. Beim Kürbiskopf waren es 42, beim Buch nur 22 Prozent. Knapp ein Drittel der Vierbeiner versuchte zudem, sich zwischen den Besitzer und den «Artgenossen» zu drängen. Und ein Viertel schnappte sogar nach ihm.

Was wirklich in den Hunden vorgeht, bleibt zwar unklar. Doch für die Forscher zeigt das Verhalten, dass Eifersucht sie sogar dazu treibt, die Verbindung zwischen ihrem menschlichen Partner und einem Rivalen aufzubrechen. Möglicherweise sei das Gefühl tiefer verwurzelt als angenommen – und nicht nur ein menschliches Konstrukt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von F. Benz Hundeverhaltensberater, Zurich
    @ E. Wagner, Zug: David L. Mech->lesen sie seine Studien von Woelfen in Canada sie koennen auch das Interview mit ihm anschauen auf YouTube wo er erklaehrt, dass die Alpha - Ranghaltung in der Natur nicht so existiert. Das der haushund mit dem Wolf verwandt ist ist klar, aber das heisst noch lange nicht, dass er sich in jedem Falle auch wie ein Wolf verhaltet. Hunde die zwischen mensch und Tier oder zwischen zwei Tiere gehen (splitting) sind in wirklichkeit "conflict solving". ref:Turid Rugaas
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  • Kommentar von Mike Brunner, Lachen
    Diese Falten sind menschengemacht, grausam diese Qual-Zuchthunde, wie Mops, Sharpei & Co. die Hunde leiden unter den Falten und bekommen Probleme (Atmungsschwierigkeiten, Entzündungen bei Falten, Augenhornhautentzündungen etc.), insbesondere wenn man sie nicht sehr gut pflegt. Man sollte sich wirklich keinen solchen (Mode-)Hund zutun!
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Na Forschung dafuer... braucht es sicher nicht, jeder der mehrere Hunde hat, nimmt wahr, dass die Hunde sehr eifersuechtig sind und sich ihren Platz sogar mit Beissattaken gegen den Schwaecheren sichern!
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    1. Antwort von E.Wagner, Zug
      Falsch. Eifersucht kann man nur so umgehen wenn man bestimmte Regeln beachtet beim halten von Hunden. Und da wir wissen dass der Hund vom Wolf abstammt, Hat der Hund gleiche Rangordnung in einem Rudel. Also immer das Alfatier zuerst begrüssen und beachten. Dann gibt’s keine Beiss-Attacken, denn in einem Rudel regelt sich das von selbst auch ohne Streitereien und Beissereien. Auch beim halten von NUR 2 Hunden ist das so.Nach 20 jahren Hundezucht kenne ich das und mit Wolf Studium und beobachten
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