Zum Inhalt springen
Inhalt

Fünfmalklug Können Männer besser über sich selbst lachen?

Humor ist, wenn man(n) auch über sich selber lacht. Wer kann das besser, Mann oder Frau? Das gängige Vorurteil sagt: «Bei Frauen hört der Spass auf, wenn es um sie selber geht.» Humorforscher der Universität Zürich haben die Frage in einem vorurteilslosen Experiment beantwortet.

Portraitkarikatur mit dem Konterfei von Clint Eastwood. Im Mund hängt eine rauchende Zigarette, auf dem Kopf sitzt sein Schlapphut, die Augen sind zusammmengekniffen und in der Hand hält er einen Teller voller dampfender Teigwaren.
Legende: Mann ohne Ironie: Der Schauspieler Clint Eastwood lachte in seinen Rollen, wenn überhaupt, nur widerwillig über sich selbst. Daniel Stieglitz , Link öffnet in einem neuen Fenster

80 Männer und Frauen jeden Alters sahen sich im Jahr 2010 bei einem Experiment alleine Porträt-Karikaturen von Prominenten an, alle 17 Sekunden eine neue. Plötzlich erschien auf dem Bildschirm eine hässliche Karikatur über die Testperson selbst. Humorforscher beobachteten nun, wie lange die veräppelte Person über sich selbst lachte und ob das Lachen echt war. Kamera-Aufzeichnungen und Erkenntnisse aus der Mimik-Lehre unterstützten sie dabei.

Das Resultat: Die weiblichen Teilnehmerinnen lachten länger und ihr Lachen war echt. Nicht so bei den Männern: Sie lachen zwar auch, aber nicht über sich selbst. Bei der eigenen, verzerrten Karikatur täuschten sie den Humor oft nur vor.

Evolutionspsychologen deuten das Resultat so: Männer lachen über sich selbst, um damit in der Gruppe von einem Missgeschick abzulenken und zugleich zu zeigen, dass sie gesellig sind – eine Strategie, die evolutionspsychologisch betrachtet auf einer Jahrtausende alten Prägung gründet.

Legende: Video Frauen haben mehr Humor als Männer abspielen. Laufzeit 03:45 Minuten.
Aus Einstein vom 26.08.2010.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Mathias Wyler, Bern
    Jetzt hört doch endlich mal mit dem Schwachsinn auf von wegen "Jahrtausende alte Prägung" und "Männer waren Jäger" etc. Auch wenn hier kein Fachpublikum angesprochen wird, sollten nicht die ewig gleichen haltlosen Klischees als Begründung wiederholt werden. Gibt es IRGEND einen Hinweis darauf, dass es sich um "alte" Prägungen handelt, und nicht z.B. innerhalb der letzten beiden Generationen entstandene? Es ist schlicht nicht möglich, aufgrund von psychologischen Tests darüber Aussagen zu machen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Raquel García y Cantalejo, Autorin
      Hinweise, dass sich der Humor geschlechtsspezifisch unterscheidet und dies nicht erst in jüngster Zeit, gibt es viele und einige davon wurden wissenschaftlich untersucht. Da Humor ein komplexe menschliche Eigenschaft und Fähigkeit ist, die viele Aspekte und Ausdrucksmöglichkeiten umfasst, sind längst nicht alle offenen Fragen beantwortet. Es werden laufend neue Studien mit verfeinerter Fragestellung gemacht. Evolutionspsychologie und Evolutionsbiologie haben darin oft einen gewissen Anteil wenn es um die Frage nach dem «Woher» geht. Adaption oder Prägung sind aber keine unveränderlichen Grössen. Und sie können und müssen komplexe Phänomene auch nicht allein und erschöpfend erklären.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Simon Binkert, Zürich
    ein verzerrtes Gesicht ist auch nicht wirklich ein Lacher wert.. bisschen gar platt. da brauchts ein wenig mehr.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten