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Fünfmalklug Macht Sport wirklich gesund?

Dass Bewegung die Gesundheit fördern kann, liegt auf der Hand. Doch gilt das auch für Schwerkranke? Britische Forscher haben die Vermutung überprüft und kommen zu einem klaren Resultat – mit einer Ausnahme.

Walker beim Aqua Walk Greifensee auf dem Weg von Uster nach Maur.
Legende: Schonender Sport: Walken gilt als behutsame Fitnessmethode – auch für ältere Menschen. Keystone

Sport kann laut einer aufwendigen Untersuchung gegen einige Krankheiten genauso gut wirken wie Medikamente – oder sogar besser. Besonders gut sei Bewegung nach Schlaganfällen, bei Herzproblemen und Diabetes Typ 2, so Forscher von der Harvard Medical School und der London School of Economics. Sie haben mehrere frühere Studien zusammengefasst und damit Daten von 339'000 Menschen ausgewertet; mit den Diagnosen Schlaganfall, Herzkrankheiten sowie Vorstufen von Diabetes vom Typ 2, der vor allem im Alter auftritt.

Die Wissenschaftler präsentierten ihre Studie im «British Medical Journal». Am überzeugendsten fielen die Ergebnisse demnach für Menschen aus, die einen Schlaganfall erlitten hatten und in der Rehabilitationsphase waren. In zahlreichen Fällen erreichten sie durch Bewegung deutlich bessere Ergebnisse als durch
Medikamente.

Mit Blick auf Herzkrankheiten und für Patienten, deren Blutzucker-Spiegel vermuten liess, dass sie den Diabetes Typ 2 bekommen könnten, hatte Sport in den meisten Fällen dieselbe Wirkung wie Tabletten. Einzig bei Herzversagen stellte sich heraus, dass so genannte diuretische Medikamente, die eine Harn treibende Wirkung haben, bessere Ergebnisse als Sport oder andere Arten von medikamentöser Behandlung erzielten.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Ist ja Wahnsinn, dass nun Ende 2013 eine Studie darüber präsentiert wird, was jeder eigentlich längst weiss, die meisten aber nicht umsetzen.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Kaum jemand bestreitet, dass Sport treiben an sich gut ist - solange es massvoll bleibt. Dazu gehören aber verschiedene Einsichten: 1. Nicht viele sind für den Spitzensport geeignet, deshalb habe ich selber frühzeitig aufgehört. 2. Joggen ist gut, aber nur auf Wiesen und Schnee und nicht auf Asphalt, weil unsere Körper nicht dafür gebaut sind (Zitat Hausarzt). 3. "Nordic Walking" ist nur ein moderner, von den Medien aufgebauschter Furz, der nichts bringt (ebenfalls Zitat Hausarzt).
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    1. Antwort von Jeff Kastens, Villedieu
      Vielleicht wäre es sinnvoller auf einen Sportmediziner zu hören, statt einem überforderten Hausarzt der berufsbedingt selber zuwenig Bewegung hat.
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    2. Antwort von Heiri Müller, Zürich
      Ihr Hausarzt muss eine Kapazität sein. Viel Spass beim Rennen auf Schnee, nach ein paar Kilometern werden Sie Ihren Fuss vertrampelt haben, weil Sie in irgendein Loch getrampelt sind, das Sie wegen dem Gras nicht gesehen haben. Es gibt kaum etwas besseres, als auf Asphalt zu laufen, Sie müssen einfach Ihre Füsse nicht mit voller Wucht in den Boden rammen, wie es viele machen. Es gibt Lauftechniken, die sehr gelenkschonend sind. Nordic Walking finde ich ebenfalls einen Furz. Wir sind Zweibeiner.
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    3. Antwort von Daniel Duden, Bern
      Ihrem Hausarzt, Frau Stump, möchte ich nicht so viel Glauben schenken. Es gibt keine einzige wissenschaftliche Studie, die belegt, dass Asphaltlaufen schadet. Und bevor sie über "Nordic Walking" urteilen - üben Sie (oder Ihr Hausarzt) es doch zunächst mal richtig aus. Sie werden sicher zumindest ein paar Kalorien verbrennen, denken Sie nicht? Freundliche Grüsse aus der Sportwissenschaft
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    4. Antwort von K.D.Waldeck, Bellinzona
      Wie kommen Sie auf die Idee das Nordic Walking ein von den Medien aufgebauschter Furz ist ? Haben SIe es denn schon einmal versucht ? Nordic Walking ist, wenn massvoll betriebenm, ideal besonders für ältere Personen, wird doch neben der Beinmuskulatur auch der gesammte Oberkörper und die Armmuskulatur eingesetzt. Ich denke das auch die erforderliche Bewegungskoordination für den Körper von Vorteil ist.
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