Schützt Körperfett vor Kälte?

Es gibt gute Gründe, sich im Winter einen «Speckmantel» zuzulegen. Nicht nur, dass Fett ein ausgezeichneter Isolator ist: Beleibte Menschen produzieren auch viel mehr Wärme als magere – und geben sie nicht so schnell wieder her.

Ein Mann steht bis zur Hüfte im Orankesee im Winter

Bildlegende: Traditionelles Winter Schwimmen im Orankesee in Berlin: Beleibtere Menschen können der eisigen Kälte länger standhalten als magere. Reuters


Schützt Körperfett vor Kälte?

1:02 min, aus Schlauer in 60 Sekunden vom 28.02.2013

Ja, es ist unbestritten: Fett ist ein wirksamer Isolator. Es sorgt dafür, dass die Wärme nicht so leicht aus dem Körper entweicht. Dicke Menschen haben eine Fettschicht direkt unter der Haut und auch jedes ihrer Organe ist in eine Fettschicht gehüllt. Beleibte Menschen sind also besser vor Unterkühlung geschützt als Magere.

Der Körper von Fettleibigen kühlt auch deshalb weniger schnell aus, weil die Oberfläche im Verhältnis zum Körpervolumen kleiner ist. Da die gespeicherte Wärme über die Oberfläche abgegeben wird, entweicht sie bei dünnen Menschen über die verhältnismässig grössere Fläche schneller.

Dazu kommt, dass beleibtere Menschen mehr Arbeit verrichten müssen, um ihren Körper zu bewegen. Mehr Arbeit bedeutet einen höheren Energieaufwand. Und je mehr Energie aufgewendet wird, desto mehr Wärme produziert der Körper. Es gibt also im Winter gute Gründe, sich einen Speckmantel zuzulegen.