Sind Männer wehleidiger als Frauen?

Liegt ein Mann mit einer Grippe im Bett, geht es ihm so richtig schlecht. Schlechter als einer Frau? Britische Forscher fanden heraus, dass es einen biologischen Grund für die männliche Wehleidigkeit gibt.

Ein Mann, krank im Bett

Bildlegende: Krank im Bett: Männern geht es bei einer Grippe oft viel schlechter als Frauen. Nun ist klar: Das hat biologische Gründe. Colourbox

Nein, Männer sind nicht wehleidiger, sie leiden laut einer britischen Studie tatsächlich mehr als Frauen. Forscher der Queen Mary University in London konnten beobachten, dass das Immunsystem weiblicher Mäuse schneller und effizienter auf Infekte reagiert als das männliche.

Bei der gleichen Anzahl Bakterien wehrt sich der männliche Organismus mit weitaus weniger weissen Blutkörperchen als der weibliche. Männer haben also stärker mit einer Krankheit zu kämpfen als Frauen. Das Resultat: Sie fühlen sich kränker und brauchen oft länger, um sich wieder zu erholen – und dies aus rein biologischen Gründen.

Den meisten von uns tut es gut, ein wenig zu Jammern und Aufmerksamkeit auf uns zu lenken, wenn wir krank im Bett liegen und alles schmerzt. Doch in Kombination mit den biologischen Voraussetzungen wird leicht der Anschein erweckt, dass Männer wehleidiger sind als Frauen.

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