Südamerika oder Europa: Wer liegt bei Weltmeisterschaften vorn?

Legendäre Spieler aus beiden Kontinenten wurden bei WM-Turnieren weltbekannt. Länder aus beiden Weltregionen feierten grandiose Triumphe – und bei den Finalsiegen liefern sich Südamerika und Europa ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Weiter gefasst, ist die Bilanz allerdings eindeutig.

Pelé und Franz Beckenbauer mit dem Pokal, den der Fussballweltmeister gewinnt.

Bildlegende: Fussball-Botschafter: Pelé und Franz Beckenbauer repräsentierten für viele Fans die Stärken des südamerikanischen und europäischen Fussballs. Reuters

Seit der Weltmeisterschaft 1930 haben drei Teams aus dem südlichen Kontinent den Pokal heimgebracht: zwei Mal Uruguay, zwei Mal Argentinien und fünf Mal Brasilien. Dagegen gelang das in Europa fünf Nationen: vier Mal Italien, drei Mal Deutschland, England, Frankreich und Spanien – 10:9 steht es also zwischen Europa und Südamerika.

Beim laufenden Turnier könnte das brasilianische Heimteam damit nicht nur den Ausgleich schaffen, sondern den sechsten Titel feiern und seine historische Dominanz zementieren. Nur: Der Glanz von Ballartisten aus Südamerika verblasst ein wenig, wenn man auch die Final-Teilnahmen berücksichtigt. An den bislang 19 WM-Finals waren nämlich 25 Mal europäische Teams beteiligt, nur 13 Mal Mannschaften aus Südamerika.

Rechnet man auch die ungeliebten dritten Ränge dazu, dann ist die Differenz noch deutlicher: 40:16 für Europa. Den einzigen dritten Platz ausserhalb der beiden Kontinente schafften laut den Fifa-Annalen die USA anno 1930. Und die beste Klassierung eines asiatischen Teams schaffte Südkorea: Rang 4 beim Turnier 2002.