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Fünfmalklug Wann beginnt der Frühling?

2011 begann der Frühling am 21. März – zum letzten Mal in diesem Jahrhundert. Heute beginnt er am 20. und in knapp 40 Jahren wird er schon am 19. März beginnen.

Frühlingstag im Aprill 2011 in Zürich.
Legende: 21. März 2011: Der nächste Frühlingsbeginn am 21. März kommt erst im 22. Jahrhundert wieder. Keystone

Am 20. März 2013 ist auf der Nordhalbkugel astronomischer Frühlingsanfang. Die Sonne steht um 12:02 Uhr senkrecht über dem Äquator. Das wiederholt sich, aufgrund der Erdachsenneigung und der Erdumlaufbahn, jedes Jahr nach genau 365,242 Tagen. Nun hat aber unser Kalender nur 365 Tage. Die Folge: Der Frühling beginnt jedes Jahr um knapp sechs Stunden später – nach vier Jahren um knapp einen ganzen Tag. Um diese Diskrepanz auszugleichen, wurde das Schaltjahr eingeführt; quasi eine Synchronisierung des astromischen mit unserem Kalender.

Da jedoch die Verschiebung des Frühlingsanfangs in vier Jahren nicht ganze 24 Stunden, sondern im Mittel nur 23 Stunden und 16 Minuten beträgt, ist die Synchronisierung durch den Schalttag überkompensiert. Die Folge: Der Frühling beginnt in unserem Kalender alle vier Jahre 44 Minuten früher. Dieses Problem wird damit gelöst, dass durchschnittlich alle 130 Jahre der Schalttag ausfällt – das nächste Mal 2100. Ein ganzer Tag wird nicht kompensiert, und der Zyklus beginnt wieder beim 21. März.

Für Meteorologen beginnt der Frühling bereits am 1. März – aus praktischen Gründen: Statistiken und Diagramme lassen sich leichter erstellen und vergleichen. Und phänologisch gesehen richtet sich der Frühlingsbeginn nach dem Blühbeginn von Pflanzen. Das führt dazu, dass je nach Klimazone, Höhenlage und kleinräumigen Klimaverhältnissen der Frühling für Biologen und Ökologen zu unterschiedlichen Zeitpunkten beginnt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Roman Lauer (SRF), Zürich
    Lieber Thomas, der astronomische Frühlingsbeginn ist definiert durch den Zeitpunkt, bei welchem die Sonne senkrecht über dem Äquator steht, also der Tag-und-Nacht-Gleiche. Bei uns sieht man die Sonne wegen der Lichtbrechung in der Erdatmosphäre allerdings schon einige Minuten bevor sie auf- und einige Minuten nachdem sie untergegangen ist. Somit betrug die Tageslänge, die für uns sichtbar war, bereits am 17. März zwölf Stunden.
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  • Kommentar von Thomas, Weinfelden
    und warum erzählt uns die Zeitung schon am Sonntag dem 18. eine Tageslänge von 12 Stunden (6.35 - 18.35 Uhr). Irgendwie geht da etwas nicht zusammen...? danke für Erklärung!
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  • Kommentar von Roger Cattin, 8113 Boppelsen
    Kürzlich erlebte ich in St. Petersburg, Russland etwas Erstaunliches. Kurz vor dem Schlafengehen im Hotel habe ich noch etwas auf der TV-Fernbedienung herumgezapt. Plötzlich war ich auf einem Werbeblock mit Schweizer-Werbung - und es gibt dort keinen Schweizer-Sender im TV-Angebot. Vielleicht können Sie mir dies erklären !? Es grüsst Sie Roger Cattin
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    1. Antwort von Norbert Raabe, Redaktor, Zürich
      Sehr geehrter Herr Cattin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Bei solchen Theman ist bei SRF der Kundendienst zuständig und kompetent. Hier die Kontakt-Informationen: Kundendienst SRF, Schweizer Radio und Fernsehen, Fernsehstrasse 1-4, 8052 Zürich, Telefon: 0848 / 80 80 80, E-Mail: srf@srf.ch
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