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Fünfmalklug Warum wird die Zeit umgestellt?

Jedes Jahr stellen die Menschen ihre Uhren im Frühling eine Stunde vor und im Herbst eine Stunde zurück. In Europa gehört die Zeitumstellung zur Routine. Doch viele Länder schaffen es auch ohne sie. Eine weltweite Regelung gibt es nicht.

Uhrenpark Düsseldorf
Legende: Sommerzeit: Jedes Jahr stellen die Menschen im Frühling die Uhren eine Stunde vor – aber nicht überall. Keystone

Die Winterzeit ist die eigentliche Normalzeit. Eine Stunde vorgestellt wurden die Uhren zum ersten Mal im Frühling 1916 im deutschen Kaiserreich, um an Sommerabenden das Tageslicht länger nutzen zu können – deshalb auch «Daylight Saving Time» genannt. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde sie wieder abgeschafft.

Nach einer inkonsequenten Handhabung gab es zwischen 1950 und Mitte der 1970er-Jahre in den meisten europäischen Ländern keine Sommerzeit. Dann beschlossen die Länder der damaligen Europäischen Gemeinschaft, sie erneut einzuführen. Der Grund war die Ölkrise von 1973. Man wollte Energie sparen, indem die Menschen das Tageslicht besser ausnutzten. Ob der Nutzen eintraf, ist allerdings bis heute umstritten.

1994 wurde eine einheitliche Regelung der Sommerzeit aller EU-Mitgliedstaaten eingeführt. Doch weltweit wird sie nach wie vor unterschiedlich gehandhabt. So kann sie auch innerhalb einzelner Länder variieren: Die Menschen im US-amerikanischen Bundesstaat Arizona beispielsweise stellen die Zeit nicht um, obwohl ihre Nachbarn aus den umliegenden Staaten dies tun.

19 Kommentare

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  • Kommentar von marlene zelger, 6370 stans
    Die Umstellung auf die Winterzeit sollte schon Ende September erfolgen, wie dies am Anfang der Zeitunstellung noch der Fall war. Weshalb die EU plötzlich einen Monat später umstellt, ist mir unerklärlich. Doch wir haben uns den Diktat von Brüssel zu fügen, ohne Wenn und Aber. Wir sind ja eh schon zu 3/4 in der EU.
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  • Kommentar von henri florio, worb
    Wir haben nie über die Sommerzeit abgestimmt, sondern über ein Gesetz, welches die Zuständigkeit geregelt hätte. Im einen Sommer als Zeitinsel mitten in Europa waren die Nachteile so goss, dass der Bundesrat richtigerweise beschloss, sich künftig Europa anzuschliessen. Persönlich schätze ich die längeren Abend sehr.
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  • Kommentar von Henri Florio, Worb
    Montag, 1. PRIL 2013 Wir haben seinerzeit nur über ein Zeitgesetz abgestmmt. Als in Europa die Sommerzeit beschlossen wurde stellte man fest, dass gesetzlich niemand dafür zuständig ist, was behoben werden sollte. Nach dem Nein des Stimmvolks und einem Sommer als Zeitinsel mit all seinen Nachteilen blieb der Schweiz nichts anderes übrig, als sich anzupassen. Allerdings sollte man auch im Frühjahr erst einen Monat nach der Tag/Nachtgleiche umstellen.
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