Was ist ein Totmannschalter?

Totmannschalter, Totmanpedal, Totmannknopf – alle Vorrichtungen haben eines gemeinsam: Sie wurden entwickelt, um Unfälle zu vermeiden. Im Wald bei der Arbeit mit der Motorsäge, in der Werkstatt an den Handmaschinen, am Strand auf den Jetskis und in vielen anderen Gebieten.

Motorsäge im Einsatz im Wald.

Bildlegende: Gefährliches Gerät: Auch Motorsägen sind mit einem Totmannschalter ausgerüstet. Keystone

Eine Totmanneinrichtung kontrolliert, ob eine Person anwesend und handlungsfähig ist. Während der Fahrt eines Zuges beispielsweise muss der Lokführer mit seinen Füssen ein Pedal nach unten drücken. Sobald er es loslässt, – zum Beispiel, weil er bewusstlos wird – ertönt nach wenigen Sekunden ein Signal.

Reagiert der Lokführer auf den lauten Ton nicht, nimmt das System an, dass der Fahrer handlunsunfähig ist. Es löst eine Notbremsung aus, damit der führerlose Zug keinen Unfall verursacht. Mit diesem Prinzip werden auch in anderen Bereichen Menschen vor Schäden geschützt.

Hier handelt es sich um ein Totmannpedal eines deutschen Inter City Zuges.

Bildlegende: Pedal für die Füsse des Lokführers: Hier handelt es sich um ein Totmannpedal eines deutschen InterCity-Zuges. Wikipedia/Sebastian Terfloth

Bei vielen Handmaschinen wie Hobel- oder Schleifmaschinen muss ein Schalter gedrücket werden, damit sich die Maschine mit dem eigentlichen Anlassknopf überhaupt starten lässt. Lässt er den Schalter los, stellt sich die Maschine automatisch ab.

Beim Jetski trägt der Fahrer eine Leine am Handgelenk, die an einem Knopf am Lenker befestigt ist. Fällt der Fahrer vom Jetski, wird der Knopf durch den Zug an der Leine betätigt – und das Gerät stoppt.