Zum Inhalt springen

Fünfmalklug Was ist Phubbing?

Wenn man die beiden englischen Wörter «phone» (Telefon) und «snubbing» (brüskieren, vor den Kopf stossen) zusammensetzt, bekommt man Phubbing. Obwohl viele das Wort nicht kennen, sind sie tagtäglich damit beschäftigt. Sehr zum Ärger der anderen.

Legende: Audio Was ist Phubbing? abspielen.
2:24 min, aus 100 Sekunden Wissen vom 11.10.2013.

Ist nicht eben eine Message auf dem Handy eingegangen? Gibts ’ne neue Statusmeldung von Facebook-Freunden? Handy raus und mal schnell nachgeschaut. Obwohl gegenüber der beste Freund sitzt und von seinem Urlaub erzählt. Phubbing bezeichnet die weit verbreitete Angewohnheit, sich mit seinem Handy oder Smartphone zu beschäftigen, während man eigentlich gerade im Gespräch mit anderen ist.

Kenner unterscheiden drei Phubbing-Typen:

  1. Der Süchtige, der unentwegt an seinem Smartphone herumfingert, selbst wenn er sich mit der Allerliebsten trifft.
  2. Der Flegel: Er kümmert sich wenig um sein Gegenüber, sondern richtet sich nach dem Lustprinzip. Scheint ihm das reale Leben gerade etwas langweilig, amüsiert er sich halt im Netz.
  3. Der Häuptling sieht das Phubbing als Machtdemonstration, ganz nach dem Motto: Ich habe noch Wichtigeres zu tun, als hier mit Ihnen zu sitzen und zu sprechen.

Phubbing unerwünscht

Immer mehr Menschen empfinden den Smartphone-Check im Kreise anderer als extrem unhöflich. In neueren Benimmbüchern gilt er als No-go und der australische Student Alex Haigh hat gleich eine Initiative dagegen, Link öffnet in einem neuen Fenster gegründet und damit eine richtige Anti-Phubbing-Bewegung losgetreten. Einige der Plakate, die er anbietet, hängen schon in diversen Restaurants und Bars. Und die «Name-and-Shame»-Funktion, bei der man Bilder von phubbenden Freunden hochladen kann, wird rege genutzt. Es bleibt kein Zweifel: Ein Smartphone ist immer nur so smart wie sein Nutzer.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.