Was sind embryonale Stammzellen?

Embryonale Stammzellen: Verstehen Sie nur Bahnhof? Wir erklären die wichtigsten Fakten – und wieso die Forscher so grosse Hoffnung in sie setzen.

Mikroskopansicht von Stammzellen

Bildlegende: Für das Auge zu klein: Mikroskopaufnahme von Stammzellen Keystone

US-amerikanischen Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, mit Klontechnik embryonale Stammzellen herzustellen. Das sind Körperzellen, die noch nicht auf eine endgültige Aufgabe festgelegt sind. Sie stellen den Urzustand einer Zelle dar, man bezeichnet sie als pluripotent. Das bedeutet, dass sie in nahezu jeden der 200 Zelltypen des menschlichen Körpers verwandelt werden können, von der Haut-, über Nerven- bis hin zur Darmzelle.

Mit Stammzellen könnte man also, so die Hoffnung vieler Wissenschaftler, geschädigtes Gewebe oder Organe «reparieren». Gewonnen werden solche Zellen aus etwa fünf Tage alten Embryonen, die zu diesem Zeitpunkt circa 100 Zellen gross sind. In der Regel sind dies Embryonen, die bei einer künstlichen Befruchtung entstehen und nicht in die Gebärmutter der Frau gebracht wurden. 

Embryonale, pluripotente Stammzellen sind nur im frühen Embryo vorhanden. Später und nach der Geburt gibt es adulte (lateinisch: erwachsen) Stammzellen, die dafür zuständig sind, die Zellen der menschlichen Organe zu erneuern. Im Knochenmark etwa entstehen aus einer Stammzelle immer neue Blutzellen. Knochenmark wird aus diesem Grund zur Therapie gegen Blutkrebs verwendet.

Klontechnik

Im Zellkern einer Zelle befindet sich die DNA eines Organismus'. Ersetzt man diesen Zellkern mit einem anderen, übernimmt die Zelle die DNA des neuen Zellkerns. Bei der Zellteilung entwickelt sie sich nun auf Basis der Informationen der neuen DNA.