Welche Touristen trifft man in Schweizer Skiorten am häufigsten?

Chinesen, Russen, Deutsche, Amerikaner: Jedes Jahr verbringen hundertausende ausländische Touristen ihre Winterferien in den Schweizer Skiregionen. Aber welche Nation ist der „Schweiz-Tourist“ Nummer Eins?

Skischule

Bildlegende: Touristen in den Skigebieten: Für die Skilehrer eine unentbehrliche Einnahmequelle. Keystone

«Das Gute liegt so nah!» dürften sich unsere deutschen Nachbarn denken, denn sie sind unter den ausländischen Touristen jene, die man in den Schweizer Skigebieten am häufigsten antrifft. Im Winter 2011/2012 verzeichneten die Skiregionen rund 1,1 Millionen Übernachtungen von Deutschen. In Arosa oder Davos beispielsweise nächtigt in rund jedem vierten Hotelbett ein deutscher Tourist.

Vergleicht man aber die Zahlen mit jenen vor 10 Jahren, zeigt sich, dass die Übernachtungszahl deutscher Touristen um rund 40 Prozent abgenommen hat. Auch die Amerikaner genossen in der Saison 2001/2002 noch deutlich zahlreicher die Sonne in den Schweizer Bergen. Hauptgrund für den starken Rückgang – vor allem in den letzten zwei Jahren – sei der starke Franken, sagt Véronique Kanel, Mediensprecherin von Schweiz Tourismus.

Im Gegensatz dazu scheinen die Russen die Schweiz für sich zu entdecken. In den letzten 10 Jahren haben sich die Übernachtungen russischer Touristen nahezu verdreifacht. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Chinesen. Die wichtigsten Touristen für die Schweizer Skigebiete sind jedoch die Schweizer selber. So lag in fast jedem zweiten Hotelbett ein einheimischer Tourist.

Quelle: Bundesamt für Statistik, Beherbergungsstatistik