Wer flirtet in den höchsten Tönen?

Im Tierreich geben viele Paarungswillige Töne von sich, die das Hörvermögen des Menschen weit übersteigen. Eine Heuschreckenart aus Südamerika hat nun den offiziellen Rekord inne.

Eine Heurschrecke der Art Supersonus auf einem Blatt.

Bildlegende: Schrille Balzrufe: Tiere der Art Supersonus geben die höchsten bislang gemessenen Töne ab. University of Lincoln.

Die Männchen einer südamerikanischen Laubheuschreckenart erzeugen laut Forschern an der britischen University of Lincoln die höchsten Paarungsrufe, die bislang im Tierreich gemessen wurden. Supersonus aequoreus-Exemplare erreichen bei ihren Liebesgesängen eine Höhe von bis zu 150 Kilohertz. Das menschliche Gehör nimmt nur Töne bis etwa 20 Kilohertz wahr.

Die Wissenschaftler nannten die von ihnen entdeckte Heuschrecken-Gattung «Supersonus», da sie so hohe Töne produzieren kann. Insgesamt registrierten die Forscher drei Arten, von denen Supersonus aequoreus die maximale Tonhöhe von 150 Kilohertz erreichte.

Die meisten Laubheuschrecken erreichen nach Angaben der Forscher dabei eine Tonhöhe von 5 bis 30 Kilohertz. Die Männchen reiben ihre zurück gebildeten Flügel aneinander und erzeugen so das typische Zirpen. Eine vibrierende Membran dient als eine Art Lautsprecher. Die Grösse der Flügel beeinflusst die Höhe des Tons: Je kleiner sie sind, desto höher ist die Frequenz.