Wie alt wird der Mensch?

Die Lebenserwartung in der Schweiz ist eine der höchsten weltweit. Eine gute medizinische Versorgung ist aber noch lange nicht auf der ganzen Welt gewährleistet. In manchen Ländern werden die Menschen sogar nur halb so alt wie hierzulande.

Ältester Mensch der Welt

Bildlegende: Jirouemon Kimura: Der Japaner ist mit seinen 115 Jahren der älteste noch lebende Mensch der Welt. Reuters

Männer in der Schweiz werden heutzutage im Durchschnitt 80,3 Jahre alt, Frauen 84,7 Jahre. Damit hat sich die Lebenserwartung seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund besserer medizinischer Versorgung verdoppelt und ist eine der höchsten der Welt. Einen traurigen Rekord hält das afrikanische Swasiland. Aufgrund von schlechten hygienischen Zuständen, Armut und Aids werden die Menschen dort durchschnittlich nicht älter als 32 Jahre.

Am ältesten werden japanische Frauen. Sie leben im Durchschnitt 86,4 Jahre lang, die Männer allerdings nur 79,6 Jahre. In den meisten Industrienationen erreichen Frauen ein höheres Alter als Männer. Der Grund dafür ist: Männer erleiden in ihrem Alltag häufiger Unfälle, da Berufe, die mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko verbunden sind, statistisch öfter von Männern ausgeübt werden. Aber auch eine ungesündere Lebensweise könnte mit der tieferen Lebenserwartung verbunden sein. So trinken Männer häufiger Alkohol, rauchen mehr und besuchen weniger oft den Arzt als Frauen.

Trotzdem ist der älteste noch lebende Mensch der Welt ein Mann. Der Japaner Jirouemon Kimura übernahm mit 115 Jahren den Titel, als im Dezember 2012 die Amerikanerin Besse Cooper im Alter von 116 Jahren verstarb. Kimura hat drei Jahrhunderte miterlebt, geniesst nun seinen Lebensabend und freut sich über seine 25 Urenkel und 13 Ururenkel.