Wie ungesund isst der Mensch?

Die Nahrungsmittel sind weltweit ungerecht verteilt – dort zu wenig, hier zu viel. Und viel zu fett. Die Weltgesundheitsorganisation hat eine Bilanz gezogen und will nun handeln.

Ein riesiger Hotdog in einem Fastfood-Imbiss in Texas.

Bildlegende: Ernährungszynismus: Gewaltige Portionen wie dieser Hotdog in Texas sind vielerorts im Trend – mit Folgen für die Gesundheit. Reuters

«Ein Teil der Welt isst sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode.» Mit diesen Worten charakterisierte die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Margaret Chan die Situation. Schlechte Ernährung werde zu einem immer grösseren Gesundheitsrisiko: Während es in vielen Ländern weiterhin Hunger gebe, breiteten sich in «zivlisierten» Regionen Krankheiten durch ungesunde Nahrung und Überfluss aus.

Dabei kritisierte die WHO vor allem Fertignahrung und Getränke mit zu hohem Zuckergehalt. Sie seien allgegenwärtig, bequem und billig. Neben möglichen Folge-Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, Herzleiden macht vor allem die Zunahme von Fettsucht unter Kindern den Gesundheitsexperten Sorgen .

Was tun? Chan gab die Gründung einer Sonderkommission bekannt, um Fettsucht bei Kindern zu bekämpfen. Die Experten sollten bis Anfang 2015 Empfehlungen vorlegen. Und der Uno-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, plädiert für ein internationales Abkommen, mit dem krankmachende Lebensmittel und Essgewohnheiten bekämpft werden sollen.