Wie viel Abfall produzieren unsere Städte?

Weltweit summieren sich die Siedlungsabfälle auf 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. Dabei hängt die Abfallmenge eines Landes unter anderem stark von den Einkommen der Bewohner ab. Das widerspiegelt sich auch in den Schweizer Zahlen.

Überquellender Abfalleimer.

Bildlegende: Der globale Abfallberg wird immer grösser: Da kapituliert so mancher Mülleimer. Keystone

2,61 Kilogramm am Tag: So viel Müll produziert die städtische Bevölkerung in der Schweiz laut Berechnungen einer Weltbank-Studie von 2012 im Durchschnitt. Im Vergleich mit den Nachbarn Österreich und Deutschland mit 2,4 beziehungsweise 2,11 Kilogramm pro Kopf ist die Abfallmenge hierzulande in den Städten grösser.

Je höher Einkommen und Verstädterung in einem Land sind, so ergab die Studie, umso mehr Müll fällt an. In den Städten durchschnittlich etwa doppelt so viel wie auf dem Land. Weltweiter Spitzenreiter ist laut der Studie Trinidad und Tobago, wo in den Städten pro Kopf und Tag 14,40 Kilogramm anfallen. Als grosser Abfalltreiber wird dort der Tourismus vermutet. Ganz unten auf der Liste stehen Nepal (0,12) oder Mosambik (0.14).

Weltweit dürften die Müllberge in den nächsten Jahren keineswegs schrumpfen. Im Gegenteil: Die Studie zeigt auf, dass schon 2025 mit rund 2,2 Milliarden Tonnen Abfall zu rechnen ist. Vor allem in Wachstums-Ländern wie China dürfte die Pro-Kopf-Menge in den Städten um geschätzte 70 Prozent in die Höhe schiessen. Anders in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, wo bis 2025 ein Rückgang des Stadtmülls erwartet wird – bei uns von 2,61 auf 2,3 Kilogramm pro Tag und Kopf.

Quelle: Weltbank-Studie 2012, „What a waste – a global review of solid waste management“