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Fünfmalklug Wie viele Asteroiden treffen die Erde?

In Science-Fiction-Filmen sind sie – neben aggressiven Ausserirdischen – die grösste Bedrohung der Menschheit: Asteroiden, die mit der Sprengkraft von tausenden Bomben einschlagen. Doch kosmisch betrachtet gehören sie zum Alltag: häufig und meist harmlos.

Das Satellitenfoto zeigt die aus dem Orbit sichtbaren Reste des Vredefort-Kraters in Südafrika.
Legende: Einschlagwirkung: Die aus dem Orbit sichtbaren Reste des Vredefort-Kraters in Südafrika. Nasa / Wikipedia / Júlio Reis

Die Erde ist seit der Jahrtausendwende von mindestens 26 grossen Asteroiden getroffen worden. Dies teilte die private Stiftung B612, Link öffnet in einem neuen Fenster mit, benannt nach dem fiktiven Asteroiden im Buch «Der kleine Prinz». Die Asteroiden hätten beim Einschlag eine Sprengkraft zwischen 1000 und 600‘000 Kilogramm TNT gehabt.

B612, der Asteroid aus dem Buch «Der kleine Prinz» als Wasserbruznnen im «Museum of The Little Prince» in Hakone, Japan
Legende: Literarische Legende: Asteroid des «Kleinen Prinzen» im «Museum of The Little Prince» in Hakone, Japan Arnaud Malon / Wikipedia

Die genaue Zahl dieser ausserirdischen Besucher ist freilich unklar. Die meisten explodieren schon weit oben in der Atmosphäre, ohne grösseren oder überhaupt einen Schaden anzurichten – zum Glück, denn Kollisionen zwischen Erde und Bruchstücken von Asteroiden sind kosmisch betrachtet an der Tagesordnung.

Wie viele es genau waren, lässt sich wegen der grossen Zahl nicht feststellen – und auch wegen der Tatsache, dass ihre Spuren oft tief am Meeresgrund liegen oder durch Erosion verwischt wurden.

Bekannt und nachgewiesen sind freilich immer noch reichlich Einschlagkrater von Asteroiden oder kleineren Meteoriten – von A wie Acraman in Australien mit rund 90‘000 Metern Durchmesser bis Z wie Zhamanshin (13‘500 Meter), der Kasachstan vor rund 900‘000 Jahren erschütterte. Der grösste Einschlagkrater ist der Vredefort-Krater in Südafrika, von dem aber nur mehr ein Rest zu finden ist. Gut erhalten ist dagegen der Barringer-Krater, Link öffnet in einem neuen Fenster – in der trockenen Wüste von Arizona, wo weder Regen noch Fluten die Spuren verwischen.

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