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Fünfmalklug Wie viele Banken gibt es in der Schweiz?

Finanzplatz unter Druck: Das Bankgeheimnis hat in Europa keine Zukunft mehr; viele Arbeitsplätze sind in Gefahr. Ist die Zahl der Institute im Bankenland Schweiz bereits im Sinkflug?

Ein Schalter in der St. Galler Privatbank Wegelin & Co. in St. Gallen mit Hinweis zu Tresorfächern für Privatkunden.
Legende: Geschäftsmodell mit negativen Folgen: Ein Schalter in der St. Galler Privatbank Wegelin, deren Privatkundengeschäft von der Raiffeisengruppe übernommen wurde. Keystone

Die Grossbank Credit Suisse reorganisiert sich, die UBS trennt sich von zahlreichen Mitarbeitern, und auch bei kleinen und mittleren Instituten wird eifrig «restrukturiert». Von einer radikalen Schrumpfkur kann in den vergangenen 5 Jahren allerdings nicht die Rede sein. Gab es laut der Webseite des Bundesamts für Statistik im Jahr 2008 insgesamt 327 Banken und Finanzgesellschaften in der Schweiz, wurden 2011 noch 312 Gesellschaften registriert *, zu denen neben Gross- und Kantonalbanken auch Filialen ausländischer Institute und Privatbankiers zählen.

Auf längere Sicht betrachtet, sank die Zahl solcher Institute jedoch deutlicher. Anno 1990 zählte das Bundesamt nämlich 625 Banken und Finanzgesellschaften. Der Schwund betraf vor allem kleinere Gesellschaften wie Handelsbanken – und auch die Schweizer Privatbankiers. Von 22 im Jahr 1990 waren 2011 noch 13 übrig.

Dennoch steckte die gesamte Branche über diesen Zeithorizont hinweg nicht in einer schweren Krise, wie diese Zahlen auf den ersten Blick nahelegen. Sondern eher in einem Strukturwandel: Der Personalbestand sank mit einem Minus von circa 10 Prozent nämlich weit weniger drastisch als die Zahl der Banken.

* Die Zahlen des Bundesamts für Statistik für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor.