Wie viele Satelliten gibt es in der Erdumlaufbahn?

Die moderne Kommunikation und viele Annehmlichkeiten in der heutigen Zeit wären ohne Satelliten undenkbar. Und je mehr es werden, desto eher bedrohen sie sich selbst.

Sputnik

Bildlegende: Sputnik: Der erste künstliche Erdsatellit aus der Sowjetunion war 1957 noch ganz alleine im Orbit unterwegs. NASA

Gemäss der amerikanischen Organisation «Union of Concerned Scientists» gibt es aktuell 1‘016 aktive Satelliten in der Erdumlaufbahn. Mehr als die Hälfte davon werden für Kommunikationszwecke wie Telefonie, Fernsehen, Radio oder die digitale Datenübertragung verwendet. Ein weiterer Grossteil dient den Erdwissenschaften und der Meteorologie. Mehr als 30 Satelliten sind für das Ortungssystem GPS verantwortlich, und ein kleiner Teil erfüllt militärische Überwachungsaufgaben, also auch Spionage.

Zwischen den Satelliten kreist die Weltraumstation ISS, die internationale Forschungsstation, in 400 Kilometern Höhe und in jeweils 91 Minuten um die Erde. Ihre Vorläuferin war die russische MIR, die seit 1986 im Einsatz war und 2001 kontrolliert zum Absturz gebracht wurde. Die allererste bemannte Raumstation kam aber aus den USA. Das fast vergessene Skylab flog seit 1973 sechs Jahre lang und knapp 35‘000 Mal um die Erde.

Eine Bedrohung für Raumstationen, Besatzungen und die zahlreichen Satelliten im All ist der Weltraumschrott: Überreste abgesprengter Raketenstufen, nicht mehr aktive Satelliten oder Teile davon. Insgesamt kreisen laut Fachleuten etwa 3 Millionen Kilogramm Schrott unkontrolliert im Orbit – und mit jedem neuen Satelliten wird es mehr.

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Schweizer räumen den Weltraum auf

6:33 min, aus Einstein vom 10.1.2013