Wie viele Wintersportunfälle verursachen die Schweizer?

Jedes Jahr verunfallen mehrere tausend Wintersportler in den Skigebieten. Die Suva registriert alle Verletzungen von versicherten Schweizerinnen und Schweizern – und entdeckt grosse Unterschiede zwischen Skifahrern und Snowboardern.

Rega Helikopter

Bildlegende: Rega: Mehrere tausend verunfallte Wintersportler befördert die Schweizerische Rettungsflugwacht jedes Jahr. Keystone

Gemäss einer Studie der Schweizerischen Unfallversicherung Suva verunfallen jedes Jahr durchschnittlich 66‘000 Schweizerinnen und Schweizer auf Skipisten im In- und Ausland. Da rund fünfmal mehr Schweizer Ski fahren als Snowboarden, ist die Unfallquote bei Skifahrern höher. Sie sind in mehr als der Hälfte aller Wintersportunfälle involviert, der Anteil Snowboarder liegt etwa bei 20 Prozent. Und der Rest geht auf die Kosten von Personen, die mit Schlitten und anderen Sportgeräten unterwegs sind.

Als Unfall zählt die Suva jegliche Art von Ereignis, das mit Kosten für die Versicherung verbunden ist. Das reicht vom verstauchten Knöchel bis zum Todesfall. Skifahrer verletzen sich am häufigsten am Kniegelenk, Snowboarder am Rücken und am Gesäss. Und in fast allen Fällen sind Unfälle auf der Piste selbstverschuldet.

Im Durchschnitt kostet ein Skiunfall knapp 7‘000 Franken, ein Snowboardunfall rund 3‘500 Franken – berechnet aus Rettungskosten, Heilungskosten, Taggeld und Renten. Die doppelt so hohen Kosten von Skiunfällen lassen die Experten der Suva vermuten, dass Skiunfälle schwerwiegender sind als Snowboardunfälle. Das höhere Durchschnittsalter von Skifahrern hat zudem eine längere Heilungsdauer der Verunfallten zur Folge.